Sport von

"Ihr habt viel mehr Berge!"

Borussia Dortmunds Erfolgscoach Jürgen Klopp im Interview mit NEWS

Jürgen Klopp, Borussia Dortmund © Bild: Getty/Livesey

Jürgen Klopp ist nicht rasiert und kaum frisiert. Wenn er lacht, zeigt er mehr Zähne als er Spieler auf das Spielfeld schickt. "Hallo, ich bin der Jürgen", sagt er. In der Deutschen Bundesliga steht er mit dem BVB Borussia Dortmund an der Tabellenspitze. Privat steht er auf Österreich, wie der 46-jährige Schwabe im NEWS-Exklusivinterview erzählt. Nicht nur, dass er jedes Jahr mit dem BVB in Kirchberg im Brixental die Saisonvorbereitung absolviert. Er war auch zwei Mal in Wien: "Da hat man dauernd das Gefühl, gleich biegen Sissi und Franzl um die Ecke."

Bayern München wurde mit einem Österreicher Champions-League Sieger. Wann verpflichtet auch der BVB einen Österreicher?
Klopp: David Alaba ist ein großartiger Spieler, es macht richtig Spaß, ihm zuzugucken. Aber ich bin unfassbar glücklich mit den Spielern, die ich in meinem Kader habe. Martin Harnik finde ich übrigens auch gut.

Und Marko Arnautovic?
Klopp: Ein großartig veranlagter Spieler, aber ich kenne die Einflussfaktoren nicht, warum er das nicht jede Woche auf den Platz bringt. Als er nach Bremen gegangen ist, haben wir auch die Videos von ihm als Jugendspieler und jungem Profi gesehen und gesagt: Wahnsinn! Nun sagen viele, er sei ein schwieriger Typ. Kann sein, aber irgendwann findet ein Trainer den Schalter, oder er findet ihn selber. Das kann manchmal dauern. Er ist immer noch ein junger Bursche, da kann noch viel passieren.

Haben Sie einen Tipp, wie Österreich am 6. September gegen Deutschland gewinnen kann?
Klopp (nimmt das Diktaphon in vom Tisch und spricht laut hinein): Ihr Österreicher habt uns einmal geschlagen, das muss reichen. Ihr müsst damit zufrieden sein, dass ihr besser Ski fährt als fast alle von uns, immerhin haben wir auch Felix Neureuter und Maria Riesch. Dafür müsst ihr im Fußball halt zurück stecken, ist doch nicht so schlimm. Ihr habt schönere Dialekte als wir, macht bessere Schnitzel, und ihr habt viel mehr Berge, und die sind auch noch schöner, und ihr habt Krankl, Prohaska, Herzog und Polster.

Wie ist es Ihnen nach der Champions-League-Niederlage gegangen?
Klopp: Die Champions League Niederlage habe ich schnell verarbeitet. Mit Mainz 05 nicht aufzusteigen, war schwieriger. Das war damals das Platzen eines Lebenstraumes. Weil ich damals dachte, das ist die einzige Chance, in die Bundesliga zu kommen. Und ich dachte, das bleibt die einzige auf ewig. So hat es sich angefühlt.

Was wäre für Sie noch eine Herausforderung, die ...
Klopp: Warten Sie, ich hab's schon, ich weiß, was ich jetzt antworten soll: Mit Österreich Weltmeister zu werden natürlich (lacht schallend).


Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

Kommentare