Jüdische Schule in Wien verwüstet: Täter zerschlug Fenster und wütete im Gebäude

Mann nach Einbruch in der Nacht festgenommen Verdächtiger stellte sich Polizei als "Adolf Hitler" vor

Das Lauder Chabad - jüdisches pädagogisches Zentrum in Wien-Leopoldstadt - ist Ziel eines Einbrechers geworden. Nach Angaben der Polizei drang der Mann kurz nach 2.30 Uhr in die Schule am Rabbiner-Schneerson-Platz ein und schlug mit einer Eisenstange die Fensterscheiben ein. Auch in den Nassräumen wütete er und zerschlug Glas sowie andere Gegenstände. Unmittelbar nach der Tat nahm die Polizei den Täter fest. Er stellte sich als "Adolf Hitler" vor.

Anrainer alarmierten die Exekutive wegen Lärmerregung. Die Beamten nahmen den Mann fest. Das Motiv ist laut Polizei noch völlig unklar. Der Verdächtige schweige sich sowohl zu seiner Identität als auch zu seiner Motivation für die Tat aus, so ein Sprecher der Bundespolizeidirektion zur APA.

Den Ermittlern bot sich in der Schule ein Bild der Zerstörung: Die Gänge im dreistöckigen Gebäude waren von Glassplittern der zertrümmerten Scheiben übersät. Auch Toiletten und Waschbecken wurden vermutlich mit einer Eisenstange zerstört. Nur wenige der Fenster, Türen und Vitrinen war heil geblieben.

Der Täter habe sich bei den Kriminalisten selbst als Adolf Hitler vorgestellt, sagte Jacob Biderman, Vorstand der Schulleitung. Die Identität und ein möglicher nationalsozialistischer Hintergrund sind laut Polizei weiter unklar. Nach bisherigen Angaben des Täters dürfte es sich um einen Kroaten im Alter von etwa 30 Jahren handeln. Bei der Festnahme habe der Mann keinerlei Fluchttendenzen oder Widerstand gezeigt. (apa/red)