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Juan Carlos zog über Letizia her

Der spanische Ex-König bezeichnete seine Schwiegertochter als "Verrückte"

Letizia und Juan Carlos © Bild: imago/CordonPress

Das spanische Königshaus sieht sich mit neuen Enthüllungen konfrontiert. In ihrem Buch "La corte de Felipe VI" schildern die beiden Journalisten Alberto Lardiés und Daniel Forcada unter anderem, wie schlecht die nunmehrige Königin Letizia von ihrem Schwiegervater Juan Carlos behandelt wurde.

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Im Mai 2004 heiratete Kronprinz Felipe von Spanien die bürgerliche und geschiedene TV-Journalistin Letizia Ortiz. Vor dem märchenhaften Ende hatten der nunmehrige König und seine Freundin allerdings einige Hürden zu überwinden. Wie groß die Hindernisse tatsächlich waren, enthüllt nun das Buch "La corte de Felipe VI" (Der Hof von Felipe VI) der beiden spanischen Journalisten Alberto Lardiés und Daniel Forcada.

Felipe und Letizia bei ihrer Hochzeit
© imago/alterphotos Letizia und Felipe an ihrem Hochzeitstag

Vor allem Königin Juan Carlos soll mächtige Einwände gegen die Liaison seines Sohnes mit Letizia gehabt haben. Sie sei eine "absolut gewöhnliche Person", keinesfalls würdig, Mitglied der Königsfamilie zu werden. "Er bezeichnete Letizia als Verrückte und die schlimmste Frau, die jemals den Palast betreten habe. Sie sei der Untergang der Monarchie", erklärt Autor Daniel Farcada im Gespräch mit der Zeitschrift "Gala".

Letizia hatte einen schweren Start

Selbst nach der Hochzeit hatte Letizia zunächst einen schweren Stand am spanischen Hof. Alberto Lardiés und Daniel Forcada haben mit zahlreichen Insidern - vom ehemaligen Palastchef bis hin zu Mitgliedern von Felipes Segelmannschaft - gesprochen und ein eindeutiges Bild gewonnen: Letizia wurde von Königin Juan Carlos mit Verachtung gestraft.

Dass sich so viele Palast-Insider zu Wort melden, ist ungewöhnlich, liegt aber wohl daran, dass sich die Lage inzwischen deutlich verändert hat. Im Juni 2014 wurde Felipe zum neuen König gekrönt, nachdem sein Vater - unter anderem aufgrund angeblicher Affären und seiner umstrittenen Elefantenjagden - mehr und mehr in die Kritik geraten war.

Die spanische Königsfamilie
© APA/EPA/JUAN CARLOS HIDALGO Felipe und Letizia sind das neue Königpaar, Juan Carlos nur noch eine Randfigur

Als Felipe den Thron bestieg, tat er dies mit dem festen Vorsatz, das Königshaus zu modernisieren. Es ist ihm gelungen. Viele Spanier, die offen und laut über einen Abschied von der Monarchie nachdachten, stehen nun wieder hinter ihr. Dies ist vor allem Felipes Kampf gegen die Korruption - auch innerhalb des eigenen Clans - geschuldet.

Letizias Triumph über den Schwiegervater

Seit Letizia zur Königin wurde, ist die zweifache Mutter sichtlich aufgeblüht. Da sie sich in der Gegenwart von Juan Carlos unwohl fühle, schließe ihr Ehemann seinen Vater großteils von öffentlichen Auftritten und dem Palastleben aus, erklärt Daniel Forcada. Letztlich ist der unerwünschten Ex-Journalisten also doch noch der Triumph über den Schwiegervater gelungen. Keine Spur also vom "Untergang der Monarchie".

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