Josef Pröll tingelt durch die Bundesländer:
Volkspartei möchte Volksnähe vermitteln

Kontakt zu den Landesorganisationen pflegen Situation in Österreich besser als in Deutschland

Josef Pröll tingelt durch die Bundesländer:
Volkspartei möchte Volksnähe vermitteln © Bild: APA/Pfarrhofer

ÖVP-Chef, Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll hat gemeinsam mit einigen Mitgliedern seines Regierungsteams in Salzburg seine Bundesländertour gestartet. "Wir haben uns vorgenommen, alle Bundesländer zu besuchen und werden dies auch in den folgenden Jahren fortsetzen. Wir arbeiten mit Leidenschaft für Österreich, aber das entbindet uns nicht, als Regierungspartner Volkspartei zu sein und Kontakt zu unseren Landesorganisationen zu pflegen - und das nicht nur telefonisch", saget Pröll im Anschluss nach einem "Standortgespräch" vor Journalisten in der Mozartstadt.

"Wie können wir die Zukunft bewältigen?", sei ein zentraler Punkt der Unterredung mit der Salzburger VP-Mannschaft gewesen."Wir werden schneller reagieren, als wir ursprünglich wollten", so Pröll. Die Steuerreform mit einem Volumen von 2,7 Mrd. Euro werde nach Weihnachten angegangen und sollte nach Ostern beschlossen werden - rückwirkend ab 1.1.2009, kündigte der Finanzminister an. Die Menschen sollten im Krisenjahr 2009 Zuversicht haben und Investitionen tätigen - die Konjunktur soll angekurbelt und vor allem die Familien entlastet werden. "Den Bankenschirm haben wir auch gespannt. Wir drücken aufs Tempo und geben Gas."

Die Situation in Österreich sei wesentlich besser als beispielsweise in Deutschland. "Österreich hat zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Maßnahmen getroffen", unterstrich Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Insgesamt sei ein Paket von 5,5 Mrd. Euro zur Konjunkturankurbelung etc. geschnürt worden. Das Bankenproblem sei durch Brüssel auch gelöst worden, daraus ergebe sich eine bessere Liquidität. Außerdem brauche man ein Krisen- und Chancenmanagement. Die beiden Pakete müssten jedenfalls rasch umgesetzt werden. Durch den gestrigen EU-Beschluss benötige Österreich jedenfalls kein zusätzliches Paket, ist Mitterlehner überzeugt.
(apa/red)