Prinz Friso von

Die Hoffnung lebt!

Niederländischer Prinz zeigt nach neun Monaten Koma erste Anzeichen von Bewusstsein

Prinz Friso bei einem Urlaub in Lech © Bild: APA/EPA/FRANK VAN BEEK

Nach neun Monaten Warten und Beten darf Johan Frisos Familie nun endlich wieder Hoffnung schöpfen. Der bei einem Lawinenunglück in Österreich verunglückte Prinz zeigte nun erste Anzeichen von Bewusstsein, wie das niederländische Königshaus verlautbart.

Der 17. Februar 2012 wird wohl für immer ins Bewusstsein von Frisos Familie gebrannt sein. Da verunglückte der niederländische Prinz in Lech am Arlberg. Nach neun Monaten im Koma hat er nun erstmals Anzeichen von Bewusstsein gezeigt. Dabei handle es sich um das sogenannte Minimalbewusstsein, erklärte das Königshaus. Dennoch sei die Prognose für den 44-Jährigen derzeit "sehr ungewiss", das Londoner Ärzteteam des Prinzen weiter "sehr besorgt". Bis es Klarheit über den Zustand des Prinzen gebe, werde es noch Monate dauern.

Dauerhafte Hirnschäden

Nach dem Unfall lag Friso an die 20 Minuten unter den Schneemassen und erlitt einen Kreislauf-Stillstand, bevor er von Einsatzkräften wiederbelebt und in die Innsbrucker Uniklinik geflogen werden konnte. Nach Angaben seiner Ärzte erlitt er dauerhafte Schäden im Gehirn. Später wurde er in das Londoner Wellington-Krankenhaus ausgeflogen. Damals waren die Ärzte nicht sicher, ob der Prinz jemals wieder zu Bewusstsein kommen werde. Zum Zeitpunkt des Unglücks galt in der Region die zweithöchste Lawinen-Warnstufe.

Ermittlung wegen fahrlässiger Körperverletzung

Wegen fahrlässiger Körperverletzung hatte die österreichische Staatsanwaltschaft zunächst gegen Frisos Begleiter, einen Hotelier aus Lech, ermittelt. Die beiden waren viele Jahre lang befreundet gewesen. Das Verfahren wurde jedoch am 19. Oktober dieses Jahres eingestellt, weil beiden das Risiko bewusst sein hätte müssen. Der zweite Sohn von Königin Beatrix, der mit seiner nicht vom Königshaus gebilligten Hochzeit aus der Thronfolge ausgeschieden war, hatte vor dem Unfall bei der US-Investmentbank Goldman Sachs und bei einem britischen Lieferanten für atomare Brennstoffe gearbeitet.

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