Jörg Haider genoss das Blitzlichtgewitter:
Am Abend wartet der Flieger nach Wien

BZÖ-Chef kam mit der ganzen Familie zur Urne Ärger unter den Wählern: "So ein Affentheater"

Jörg Haider genoss das Blitzlichtgewitter:
Am Abend wartet der Flieger nach Wien © Bild: APA/Eggenberger

Sichtlich gut gelaunt und optimistisch hat sich BZÖ-Spitzenkandidat Jörg Haider bei seiner Stimmabgabe in Klagenfurt gegeben. "Ich gehe mit der Erwartung, dass wir ein gutes Ergebnis erreichen, in die Wahlzelle", sagte er vor seinem Wahllokal im Telekom Center in der Maximilianstraße.

Seiner Einschätzung nach würde keine Partei die 30 Prozent-Marke überschreiten, für das BZÖ hoffe er auf acht Prozent. "Es gibt viele, die nach der Enttäuschung Rot-Schwarz, das BZÖ als Alternative gesehen haben", sagte der Spitzenkandidat.

Haider fuhr mit Ehefrau Claudia und Tochter Ulrike knapp nach 11.00 Uhr in der Maximilianstraße vor. Erwartet wurde er von einem Großaufgebot von Journalisten, Fotografen und Kamerateams. Angesichts der zahlreichen Objektive ließ sich das Ehepaar Haider zu einem demonstrativen öffentlichen Kuss hinreißen.

Der Rummel gefiel aber nicht allen Wählern, einige mussten wegen des Auflaufs Wartezeiten in Kauf nehmen. "Tut's weiter, was ist denn das für ein Affentheater", meinte ein älterer Herr. Ein anderer in der Warteschlange war sich offenbar noch immer nicht sicher, was er denn wählen solle. "Leider gibt es noch immer keine Liste "Die Richtigen"", meinte der Unentschlossene.

Nach der Stimmabgabe zog sich die Familie Haider zum Mittagessen in ein Gasthaus am nahen Plöschenberg zurück. "Von dort kann man herrlich übers Rosental schauen", meinte Haider. Dorthin führte auch der nächste Weg der Familie, denn in der Gemeinde Feistritz - zu der das Bärental gehört - ist Ehefrau Claudia gemeldet und damit wahlberechtigt.

Am Nachmittag wollte Haider dann die Parteizentrale in Klagenfurt besuchen und später in der Landesregierung vorbeischauen. Für 17.34 Uhr war ein ORF-Interview im Spiegelsaal geplant. Danach sollte es per Flugzeug in die Bundeshauptstadt Wien gehen. (apa/red)