Jetzt wird wieder an der Uhr gedreht:
Die Umstellung auf die Winterzeit steht an

Um drei in der Früh wird eine Stunde zurückgedreht Einführung haben wir der Ölkrise 1973 zu verdanken

Jetzt wird wieder an der Uhr gedreht:
Die Umstellung auf die Winterzeit steht an © Bild: APA/Daniau

3.600 zusätzliche Sekunden in den weichen Daunen - vor allem leidenschaftliche Langschläfer werden sie morgen Früh als ein Geschenk des Himmels zu schätzen wissen. Heute Nacht wird an der Uhr gedreht, um wieder von Sommer- auf Normal- bzw. Winterzeit zu wechseln.

Ab Sonntag gehen in ganz Europa die Uhren wieder anders. Die Sommerzeit begibt sich in den "Winterschlaf". Dabei werden die Uhren um eine Stunde - von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr - zurückgestellt.

Viele Menschen können sich das Zurückdrehen per Hand jedoch ersparen: Ihre Armbanduhren und Wecker empfangen ein Funksignal zur Umstellung automatisch um Punkt 3.00 Uhr der "alten" Zeit - genauso wie die Uhren an Bahnhöfen und Flughäfen. Das Ursprungssignal kommt von den Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig und wird über einen Langwellensender weitergeleitet.

Die "verlängerte" Nacht bietet einige Möglichkeiten: Nachtschwärmer können die gewonnene Stunde für zusätzlichen Spaß nutzen, Pedanten Punkt 3.00 Uhr aufwachen, um die Uhren zurückzustellen und romantische Gemüter 60 Minuten zusätzlich kuscheln - zur Not auch allein unter der weichen Tuchent.

Das haben wir der Ölkrise 1973 zu verdanken
In der gesamten EU wird am letzten März-Sonntag an der Uhr gedreht - und am letzten Sonntag im Oktober - wieder zurück. Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit auch erst 1980 ein. Allerdings gab es in der Alpenrepublik bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter - auf Dauer erfolgloser - Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.

(apa/red)