"Jetzt zählt jeder Punkt": Schachners Löwen
versinken immer tiefer im Abstiegssumpf

Nur ein magerer Zähler aus den letzten drei Spielen Schwere Auswärtsspiele warten auf Hofmann & Co

Nur ein magerer Punkt aus den vergangenen drei Partien, den erlösenden Sieg in allerletzter Minute verschenkt - nach dem erneuten Tiefschlag greift beim deutschen Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München die Angst vor der Drittklassigkeit um sich. "Wer jetzt nicht sieht, dass wir gegen den Abstieg spielen, der ist blind", sagte Ex-Rapid-Kapitän Steffen Hofmann nach dem 1:1 im oberbayerischen Derby gegen Wacker Burghausen.

"Jetzt ist weiter Zittern angesagt, jetzt zählt jeder Punkt", meinte Trainer Walter Schachner vor den abschließenden fünf Partien und ergänzte: "Die Mannschaft ist gebrochen, sie lässt die Köpfe hängen."

Vor zwei Wochen hatten sich die "Löwen" vermeintlich endgültig aus dem Tabellenkeller geschossen, als sie mit dem 3:0-Heimsieg gegen die Sportfreunde Siegen neun Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hatten. Doch es folgten die Niederlagen im Wiederholungsspiel in Burghausen sowie bei Spitzenreiter Alemannia Aachen.

Und auch bei der erhofften Revanche gegen Wacker reichte es am Ende nur zu einem Punkt. In der 90. Minute nutzte Marek Krejci eine Unachtsamkeit in der "Löwen"-Abwehr zum Entsetzen der Mehrzahl der 56.100 Zuschauer und egalisierte das Führungstor von Hofmann. "Wieder so eine Scheißaktion! Wir hauen uns das Ding selber rein und machen alles kaputt", haderte Kapitän Matthias Lehmann.

"Wir haben heute eine große Chance vertan, für Ruhe zu sorgen und andere Mannschaften hinter uns zu lassen", sagte der enttäuschte "Löwen"-Geschäftsführer Stefan Reuter. Nur noch vier Punkte trennen die mit großen Aufstiegshoffnungen in die Saison gestarteten Münchner von den Abstiegsrängen, und auch das Restprogramm hat es in sich: Mit den Auftritten bei Erzgebirge Aue, Konkurrent SpVgg Unterhaching und Aufstiegsanwärter Energie Cottbus haben die "Löwen" drei schweren Auswärtsspiele vor sich, daheim warten der Karlsruher SC und Abstiegskonkurrent 1. FC Saarbrücken.

(apa/red)