Jens Lehmann hält "Gunners"-Bude sauber:
Arsenal London mit solider Ausgangsbasis

"Barcas" Messi nun Erster der CL-Torschützenliste Ärger um Laser-Attacke in Lyon auf Cristian Ronaldo

Jens Lehmann hält "Gunners"-Bude sauber:
Arsenal London mit solider Ausgangsbasis © Bild: Reuters/Martinez

Kein Gegentor, ein Riesenabwurf und zwei gute Paraden. Mit einer fehlerlosen Leistung hat Jens Lehmann, der Torhüter von Arsenal und Österreichs EM-Gruppen-Gegner Deutschland, im Schlager der Fußball-Champions League gegen Titelverteidiger AC Milan sein Gehäuse sauber gehalten. Dank des "zu Null" sicherte der Deutsche seinen Londonern einen solide Basis für den angepeilten Einzug ins Viertelfinale der Millionen-Liga.

"Wir haben keinen reingekriegt. Das ist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel", sagte der Deutsche trotz des 0:0. Ob der von den Fans im Emirates-Stadion mit "Leeman-Rufen" Gefeierte im Mailänder San Siro abermals dabei sein wird oder seinen Platz nach nun vier Einsätzen wieder an den zuletzt fehlenden Spanier Manuel Almunia (Verletzung und Erkrankung) abtreten muss, ist allein die Entscheidung von Trainer Arsene Wenger.

"Milan fast versenkt"
Der Elsässer lobte den 38-Jährigen als "Rückhalt", ließ aber offen, wer beim nächsten Match in der Premier League in Birmingham im Tor stehen wird. Im Rückblick auf das Milan-Spiel trauerte er den vergebenen Chancen nach, die in Emmanuel Adebyors Lattentreffer (90.+4) gipfelten. Während AC-Coach Carlo Ancelotti ("Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen") vor zu großer Selbstsicherheit warnte, monierte Wenger: "Vor dem Tor waren wir entweder zu ungestüm oder zu nervös." Zu Recht. "Milan wäre fast versenkt worden", befand zu Adebayors Top-Chance "The Guardian".

Ärger um Laser-Attacke
Ärger gab es in den Reihen von Manchester United trotz des von Carlos Tevez in der 87. Minute herausgeholten 1:1 in Lyon gegen Olympique wegen einer Laser-Attacke von den Zuschauerrängen während des Aufwärmens auf Top-Stürmer Cristiano Ronaldo. "Wir haben den Vorfall der UEFA gemeldet", sagte Coach Alex Ferguson. Der Verband will laut Sprecher Robert Faulkner zunächst den Bericht seines Delegierten abwarten. Ferguson ist froh, dass Ronaldo trotz dieses Vorfalls unbeeindruckt aufspielte und Tevez noch der Ausgleich gelang.

Benzema verzückt Clubchef
Über Laser-"Einsätze" hatten zuletzt deutsche Medien auch im Wiener Happel-Stadion während des Länderspiel Österreich - Deutschland (0:3) geortet. Zurück nach Lyon. Im Lager der Franzosen verzückte 1:0-Schütze Karim Benzema (52.) Clubchef Jean-Michel Aulas derart, dass dieser den Torjäger am liebsten auf Lebenszeit an den Serienmeister binden möchte. "Wenn er einen Vertrag bis 2045 unterschreibt, wäre dies fantastisch."

Messi nun Nummer 1
Bereits für die nächste Runde planen darf der FC Barcelona nach dem 3:2 in Glasgow gegen Celtic. "Toller Fußball und eine noch bessere Einstellung: Barca löst die Eintrittskarte zum Viertelfinale", befand die spanische Zeitung "Sport". Der überragende zweifache Torschütze Lionel Messi, mit sechs Treffern nun Nummer 1 der Torjägerliste, und Goalgetter Thierry Henry machten den zweimaligen Rückstand des Favoriten wett. "Ronaldinho und Messi waren unglaublich stark", lobte Coach Johan Neeskens, der den gesperrten Frank Rijkaard vertrat, seine südamerikanischen Stars.

"Anlass zur Hoffnung" für Sevilla
Hingegen muss UEFA-Cup-Gewinner FC Sevilla nach dem ebenso unglücklichen wie unverdienten 2:3 auswärts gegen Fenerbahce Istanbul um den Aufstieg bangen. "Sevilla wurde für seinen Mut bestraft, auf Sieg zu spielen", schrieb "Marca" über die lange Zeit starken Andalusier, die knapp vor dem Sieg gestanden waren, aber durch Semih (88.) kurz vor dem Ende das dritte Gegentor kassierten. Dank der wichtigen Auswärtstreffer lebt aber die Aufstiegschance der heimstarken Sevillaner im Rückspiel. "Der FC Sevilla kassiert eine Niederlage, die Anlass zur Hoffnung gibt", schrieb daher auch "Sport". (apa/red)