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Jemen-Anschlag - Ärzte ohne Grenzen: Mindestens 45 Tote

Mehr als 60 Verletzte - Angreifer fuhr mit Auto in Rekrutierungszentrum

Bei dem Selbstmordanschlag im Jemen sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mindestens 45 Menschen getötet worden. Nach Berichten von Augenzeugen fuhr der Angreifer in der Hafenstadt Aden mit seinem Auto in ein Gebäude, das von einer örtlichen Miliz genutzt wurde. Mehr als 60 Personen wurden nach Angaben der Hilfsorganisation verletzt.

Bisher ist unklar, wer hinter dem Attentat steckt. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verübte in Aden mehrfach Anschläge. So starben Ende Mai bei zwei Bombenanschlägen mindestens 45 Menschen. Der IS bekannte sich zu den Taten.

Im Jemen tobt seit rund zwei Jahren ein Bürgerkrieg. Houthi-Rebellen aus dem Norden des Landes haben große Teile des Jemens, darunter die Hauptstadt Sanaa überrannt. Die Hafenstadt Aden steht unter Kontrolle von Kräften, die an der Seite der Regierung kämpfen. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition bombardiert seit März vergangenen Jahres die Aufständischen. Sie unterstützt damit den international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansour Hadi. Das Chaos in dem armen Land machen sich Extremisten zunutze.

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