Motor von

Keine Furt zu tief,
kein Weg zu steil

Motor - Keine Furt zu tief,
kein Weg zu steil © Bild: Hersteller

Der neue Jeep Wrangler bleibt sich optisch treu, wurde aber technisch kräftig modifiziert. Das unterstreicht sein Wesen als echter Geländegänger.

Es gibt ihn also doch noch, den harten Geländegänger, der dort zur Höchstform aufläuft, wo verweichlichte SUVs mit ihren Pkw-Fahreigenschaften längst die Patschen gestreckt haben. Die Rede ist vom Jeep Wrangler, dem wahrscheinlich uramerikanischsten Fortbewegungsmittel für Straßen, die diese Bezeichnung gar nicht verdienen. Anfang Oktober kommt endlich eine Neuauflage zu uns; genau genommen ist es ja eine Fortführung der langen Jeep-Tradition, die 1942 mit dem Willys begonnen und mit dem CJ-5 in den Fifties endgültig Legendenstatus erreicht hat.

Weil Jeep seiner eigenen Geschichte verpflichtet ist, sieht die neue Wrangler-Generation -Baureihe JL -fast wie ehedem aus. Okay, sie ist, allerdings nur mit dem Zollstock nachweisbar, gewachsen, der Kühlergrill wurde trapezförmig modelliert, die Motorhaube hat zwei Luftauslässe, und die Frontscheibe (wieder umklappbar) stemmt sich etwas geneigter gegen den Wind.

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Natürlich ist der Wrangler neu wieder mit kurzem und langem Radstand zu haben, mit zwei oder vier Türen, die komplett ausbaubar sind, dito der obere Teil der Heckklappe. Das verwandelt in Zusammenspiel mit den verschiedenen Dachvarianten (Softtop und Hardtop) den Geländegänger in ein echtes Cabrio. Während bei ersteren Versionen Hand angelegt werden muss, ist das neu im Programm befindliche Faltdach etwas für Faule: Knopfdruck genügt, und das Stoffdach surrt elektrisch zurück. Mindestens so erfreulich wie die kaum geänderte Optik ist der Umstand, dass der Wrangler 2018 genauso gestrickt ist wie früher: Allradantrieb, Untersetzungsgetriebe und sperrbare Differenziale für Vorderund Hinterachse sind wieder an Bord. Für extreme Ausflüge in die Wildnis ist die Version Rubicon mit zusätzlich superkurzer Geländeuntersetzung prädestiniert. Daneben gibt es noch die Ausstattungsvarianten Sport und Sahara. Innen weht jetzt ein neuer Wind oder zumindest ein frisches Lüfterl dank zentralem Touchscreen, Multifunktionslenkrad und Rückfahrkamera.

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Für die erste Ausfahrt stand der neue 2,2-Liter-Turbodiesel mit 200 PS zur Verfügung, den es nur mit einer Achtgangwandlerautomatik gibt. Dass der Wrangler im Gelände top performt, war zu erwarten. Auf asphaltierten Pfaden waren wir ausreichend motorisiert und mit der soft schaltenden Automatik zufrieden. Dass ein echter Geländegänger nicht batzweich gefedert ist, sieht man natürlich ein. Wirklich lästig ist hingegen das große Spiel der Lenkung in Mittellage -freilich ein altes Jeep-Leiden.

Daten

Jeep Wrangler 2.2 Multijet II 4WD

Preis: noch nicht bekannt
Motor: 4 Zylinder, Turbodiesel, 2.143 ccm
Leistung: 200 PS (147 kW)
Spitze: 180 km/h 0-100: 8,6 Sek.
Verbrauch: 7,4 l/100 km (Werk)
Emission: 195 g CO2/km
Fakten: Zu Marktstart ist nur der 2,2-Liter- Diesel verfügbar. Gegen Jahresende kommt der neue Zwei-Liter-Turbobenziner (270 PS)