Jedermann-Premiere von

Feier mit Wehmut

Der Abschied von Christian Stückl war Hauptthema bei der Premierenfeier des Jedermann

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    Nicholas Ofczarek bei der "Jedermann"-Premierenfeier in der Stiegl Brauwelt

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    Christian Stückl

Bei der Premierenfeier des "Jedermann" hat sich am Samstagabend in Stiegls Brauwelt etwas Wehmut breitgemacht. Es war die elfte und letzte Premiere in der Inszenierung von Christian Stückl. Für "Buhlschaft" Birgit Minichmayr war es aber nicht so schlimm, "ich bin sehr gut im Loslassen".

"Tod" Ben Becker tröstete seine Fans, er versprach, im nächsten Sommer wiederzukommen. Ob als Darsteller oder privat, das verriet er nicht. Und "Jedermann" Nicholas Ofczarek machte keinen Hehl daraus, dass er gerne bei den Salzburger Festspielen auftritt. Für Ofczarek ist es "ein gewöhnlicher Vorgang beim Theater, dass man die Rolle dann nicht mehr spielt - ich bin nicht wehmütiger als sonst. Ich bin eine Kitschnudel. Es ist möglich, dass ich bei den Salzburger Festspielen wieder als Schauspieler auftrete, das würde ich auch wollen." Für den neuen Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf gab es keinen Zweifel: "Stückls Jedermann war der beste Jedermann überhaupt."

"Zeit für etwas Neues"
Auch wenn der Abschied von der "Jedermann"-Bühne einige Darsteller leicht sentimental stimmte, so sei es doch "Zeit für etwas Neues", betonte Regisseur Stückl. "Es war meine Entscheidung zu sagen, nach zehn Jahren 'Jedermann' soll das wer Neuer machen. Das ist ganz wichtig für das Theater, dass es lebendig bleibt. Natürlich würde es mich freuen, im nächsten Jahr in Salzburg etwas zu machen, das ist aber die Entscheidung des Intendanten." Der "Tod" war "ein bisschen traurig. Niemand wird uns das nehmen, was wir in den letzten drei Jahren gemacht haben. Ich glaube aber, dass der neue 'Jedermann' ganz anders wird", so Becker.

Premiere mit Dach über dem Kopf
Die tiefliegenden Wolken über dem Domplatz verhießen am Nachmittag nichts Gutes, deshalb ging die Jedermann-Premiere im Großen Festspielhaus über die Bühne. Zur Premiere kamen weniger Prominente als sonst.