EGC-Studie von

Jeder zehnte Bankkunde
wechselt 2018 sein Geldinstitut

Konsumenten wollen längere Öffnungszeiten, persönliche Ansprache und übersichtlichere Produkte

Jeder zehnte Bankkunde in Österreich wird nächstes Jahr mit seinem Konto zu einem anderen Geldinstitut wechseln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Befragung bei über 2.100 heimischen Bankkunden durch den Berater Eurogroup Consulting (EGC). Viele Kunden finden das Service ihrer Bank verbesserungsbedürftig und wollen längere Öffnungszeiten, persönliche Ansprache und übersichtlichere Produkte.

So würden etwa knapp elf Prozent der Kunden gerne in Wertpapiere oder Fonds investieren, wurden aber noch nicht angesprochen, wie EGC am Dienstag erklärte. Noch größer sei die Nachfrage nach Finanzierungen: Demnach wollten 41 Prozent in den kommenden drei Jahren einen Konsumkredit aufnehmen, etwa jeder Fünfte (21 Prozent) plane eine Immo-Finanzierung.

"Das Potenzial für Neugeschäft ist groß, aber die Geldinstitute gehen noch zu wenig auf ihre Kunden zu", so Heinrich Piermeier, Geschäftsführer von EGC Österreich, in einer Aussendung. Insbesondere an Wertpapieren und Fonds sei das Interesse sehr ausgeprägt, Interessierte hätten von ihrer Bank aber noch nie Angebote zu Anlagemöglichkeiten bekommen.

Defizite zeige die Studie insbesondere dort, wo das Interesse an Wertpapieranlagen besonders groß sei, nämlich in den Großstädten Wien und Salzburg sowie in der Region Tirol. Haushalte, die 2018 einen Konsumkredit aufnehmen wollen, befinden sich laut EGC am häufigsten in Oberösterreich, Tirol und Kärnten. Und die meisten Haushalte, die die Anschaffung oder den Bau eines Eigenheims planen, gibt es im Burgenland, in Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg - in diesen vier Bundesländern spiele jeder Fünfte mit dem Gedanken, in naher Zukunft eine Immobilien zu erwerben, wofür eine Bankfinanzierung benötigt werde.

Würden die Banken die Zeichen der Zeit erkennen und sich stärker auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden ausrichten, könnten nicht nur Bestands- und Neukunden begeistert, sondern auch positive Effekte in der Ertragslage erzielt werden, so EGC. An der Online-Befragung haben im April 2.135 Personen ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Österreich teilgenommen. Der Unternehmensberater mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist mit 35 Standorten in 29 Ländern vertreten.

Kommentare

Wozu sollen die Banken mehr auf ihre Kunden zugehen, sie verdienen ja mit dieser Methode auch genug, und kassieren mit ihren Gebühren sowieso die Kunden ab.

Seite 1 von 1