Jeder zehnte Christ weltweit diskriminiert:
Lage im Irak für Christen hat sich zugespitzt

Von weltweit 2,1 Milliarden rund 200 Mio. diskrimiert Drei Viertel der christlichen Iraker Heimat verlassen

Weltweit werden Christen in vielen Ländern nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen aus politischen und religiösen Gründen verfolgt. Von den weltweit rund 2,1 Milliarden Christen litten etwa 200 Millionen wegen ihrer Religionszugehörigkeit unter Diskriminierungen, schwerwiegenden Benachteiligungen und Anfeindungen bis hin zu Verfolgung, berichtete die Deutsche Evangelische Allianz.

Die Lage der meisten betroffenen Christen sei gleichbleibend angespannt oder habe sich noch weiter verschlechtert. Vor allem im Irak habe sich die Situation für Christen dramatisch zugespitzt, heißt es von der Deutschen Evangelischen Allianz bei der Vorstellung ihres Jahrbuchs 2007 zur Christenverfolgung.

Christen im Irak
Drei Viertel der christlichen Iraker hätten wegen gezielter Einschüchterungen, Übergriffen und Entführungen ihre Heimat verlassen. "Die größte Christenverfolgung weltweit spielt sich zur Zeit im Irak ab", sagte Tilmann Zülch von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Auch in Indien und Pakistan ist die Zahl der Drohungen und Gewalttaten durch Extremisten laut Jahrbuch weiter gestiegen.

Diskriminierung weltweit
Die Liste der Staaten, in denen Christen diskriminiert oder verfolgt würden, ist laut Jahrbuch lang. Meist handle es sich um islamisch geprägte Staaten, darunter auch Golfstaaten oder Ägypten. Außerdem zählten dazu Indien, in dem extremistische Hinduisten für eine Vielzahl von Gewaltverbrechen an Christen verantwortlich seien, sowie die verbliebenen Einparteiendiktaturen sozialistischer Prägung und das neomarxistische Regime in Eritrea. (apa/red)