Jede Hilfe kam zu spät: 17-Jähriger stirbt kurz nach Einlieferung in Spital an Meningitis

Kärnten: Wurden Angehörige und Mitschüler infiziert? Bereits 2. Todesfall innerhalb eines halben Jahres

Ein 17 Jahre alter Kärntner ist nur wenige Stunden nach seiner Einlieferung ins LKH Klagenfurt an Meningitis gestorben. Er wurde noch auf der Intensivstation des Eltern-Kind-Zentrums behandelt, doch war ihm nicht mehr zu helfen. Der Schüler ist bereits der zweite tödliche Meningitis-Fall in Kärnten innerhalb eines halben Jahres, im Juli 2006 war ein 16- jähriger Schüler aus Klagenfurt an der Krankheit gestorben.

Der 17-Jährige aus dem Bodental (Bezirk Klagenfurt-Land) war mit dringendem Verdacht auf eine Meningokokken-Infektion von einem Rettungshubschrauber ins LKH geflogen worden, wo er sofort in die Intensivstation gebracht wurde. Dort wurden eine Blutvergiftung, Hautblutungen sowie eine stark gestörte Blutgerinnung diagnostiziert.

Der Chef der Kinderabteilung, Primarius Wilhelm Kaulfersch, gab wenige Stunden später den Tod des jungen Mannes bekannt. Er schloss nicht aus, dass auch Angehörige oder Mitschüler infiziert worden sein könnten. Deshalb müssten sich all jene, die in engem Kontakt zum verstorbenen 17-Jährigen gestanden sind, einer Antibiotika-Behandlung unterziehen. Pro Jahr sterben in Österreich zwischen 80 und 100 Menschen, zumeist Schüler und Jugendliche, an Meningitis.
(apa)