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Japans Außenminister in Wien: "Globale liberale Weltordnung bedroht"

Kono will Zusammenarbeit mit OSZE vertiefen

Japan will die Zusammenarbeit mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vertiefen. "Die globale liberale Weltordnung wird bedroht - Japan und Europa, die gemeinsame Grundwerte vertreten, müssen zusammenarbeiten", sagte der japanische Außenminister Taro Kono am Donnerstag anlässlich seines Besuchs des OSZE-Sekretariats in Wien.

Der Außenminister bedankte sich bei OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger für die Verurteilung der nordkoreanischen Raketentests durch die OSZE im September vergangenen Jahres.

Greminger seinerseits dankte Japan für das "langjährige Engagement" gegenüber der Organisation. "Die Sicherheit in Europa hängt von der Sicherheit in Asien ab und umgekehrt", sagte er. "Mit dieser Partnerschaft werden wir weiterhin Erfahrungen austauschen, um Herausforderungen der globalen Sicherheit zu meistern", so der Generalsekretär.

Japan sei eines der aktivsten Teilnehmer der OSZE-Kooperationspartnerschaft. "Die OSZE hat von der finanziellen Unterstützung Japans stark profitiert", erklärte Greminger. Das Land habe vor allem die Beobachtermission in der Ostukraine (SMM) finanziell und personell unterstützt. "Dafür sind wir sehr dankbar", fügte er hinzu.

"Die Zusammenarbeit zwischen OSZE und Japan ist wichtiger denn je", betonte Kono, der nach eigenen Angaben überrascht ist, der erste japanische Außenminister zu sein, der seit der ab 1992 bestehenden Partnerschaft mit der OSZE die Vertretung in Wien besuche.

Der japanische Außenminister sollte am Donnerstag in Wien zudem den Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Yukiya Amano, treffen und mit ihm über die Atomwaffentests Nordkoreas sprechen. Am Freitag wird Taro Kono auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) erwartet.

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