Ski Alpin von

Jansrud gewinnt Gold im Super-G

Norweger mit deutlichem Vorsprung - ÖSV-Herren um Hundertstel an Medaille vorbei

Kjetil Jansrud freut sich nach dem Sieg im Olympia-Super-G in Sotschi © Bild: Doug Pensinger/Getty Images

Keine weitere Speed-Medaille für Österreichs alpine Ski-Herren bei den Olympischen Spielen in Sotschi. Otmar Stredinger und Max Franz verpassten Edelmetall im Super-G nur um zwei bzw. fünf Hundertstel. Der Sieg ging an den Norweger Kjetil Jansrud vor dem US-Amerikaner Andrew Weibrecht (+0,30).

Der 28-jährige Jansrud hat in seiner Karriere erst ein Weltcuprennen gewonnen, und zwar vor zwei Jahren den Super-G von Kvitfjell. In Russland hatte er bereits in der Abfahrt Bronze geholt. Er hat aber auch schon Riesentorlauf-Silber von Vancouver 2010 daheim. Jansrud ist also wie Weibrecht ein Mann für Olympische Spiele, vor vier Jahren wurde dieser im Super-G hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal und Miller Dritter.

"Am Start habe ich gedacht, es waren gute Olympische Spiele bis jetzt, aber ich wusste, dass ich im Super-G noch bessere Chancen habe. Ich bin stabil und gut gefahren. Wir haben ein brutal starkes Team im Super-G", frohlockte Olympiasieger Jansrud, der nun mit einem guten Gefühl in den Riesentorlauf geht.

Miller vergibt Sieg im Schlussabschnitt

Miller verpatzte am Sonntag nach bravouröser Fahrt den Schlussabschnitt, und seinem Gesichtsausdruck im Ziel war anzumerken, dass er wusste, dass es nicht zum Sieg reichen würde. Franz kam in der Folge bis auf sieben Hundertstel an ihn heran, Striedinger bis auf zwei und Svindal bis auf neun (am Ende Siebenter). Nach dem Ausfall von Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer durfte Miller zu hoffen beginnen, doch Jansrud machte eindrucksvoll klar, wie viel Zeit der US-Superstar auf dem letzten Abschnitt liegen gelassen hatte.

Bode Miller springt beim Olympia-Super-G in Sotschi
© Clive Rose/Getty Images Bode Miller muss seine wohl letzte Medaille teilen

Damit war Franz vom Podest gerutscht und Striedinger auf dem Schleudersitz. Den Knopf für die rot-weiß-rote Nullnummer drückte Hudec, der die Marke des zu dieser Zeit zweitplatzierten Miller erreichte. "Das tut sehr weh, wenn man die Hundertstel gegen sich hat. Es zählen leider nur die Medaillen, für die hat es heute nicht gereicht", sagte der 22-jährige Striedinger, der nach der Fahrt Weibrechts auf den Silberrang noch eine weitere Position verlor.

»Was willst machen, ist halt schade«

Zerschlagen hatte sich auch die Hoffnung von Franz auf eine Medaille. "Ich bin unten zu rund gefahren, doch da muss man es bis zum letzten Tor voll runterprügeln. Was willst machen, ist halt schade", meinte der Kärntner. Mayer war oben gut dabei, verpasste aber ein Tor und die Chance auf Doppel-Gold war futsch: "Ich hatte einen guten Speed drauf, es hätte gut gepasst fürs Flache. Es ist irrsinnig schade, aber im Großen und Ganzen habe ich einen guten Stempel hier abgegeben."

Es gehe eben nicht immer gut, es sei ein Tag zum Niederlegen und Vergessen. "Morgen mache ich Pause und schaue, dass ich meine Kräfte wieder sammeln kann für den Riesentorlauf am Mittwoch. Da gehöre ich dann nicht zu den Medaillenkandidaten", weiß Mayer. Georg Streitberger landete nur auf Rang 21.

Das Sieger-Podest des Herren-Super-G bei Olympia in Sotschi
© Doug Pensinger/Getty Images Das vergrößerte Siegerpodest des Herren-Super-G

Hudec jubelt nach Vancouver-Pleite

Die zwei Drittplatzierten waren bester Laune. Hudec freute sich, dass es nach seinen Rückenproblemen zu einer Medaille gereicht hatte und in Millers Augen glänzten sogar Tränen. "Es war ein hartes Jahr für mich, um zu diesem Punkt zu kommen und eine Medaille holen, das ist etwas ganz Spezielles für mich. Ich fahre wieder großartig Ski, ich bin so dankbar, dass ich es heute geschafft habe. Ich denke, ich werde weitermachen", gab er einen Ausblick für die Zukunft.

Alle vier ÖSV-Teilnehmer waren in dieser Saison im Weltcup auf das Podest gekommen, ausgerechnet im wichtigsten Rennen des Winters klappte es nun nicht. Aber auch andere Mitfavoriten strauchelten, US-Weltmeister Ted Ligety war hervorragend unterwegs, patzte aber ebenfalls, schaffte es bei einem Tor nur mit Not, im Rennen zu bleiben. Und Weltcup-Dominator Svindal haderte: "Das sind überhaupt nicht meine Spiele hier. Jetzt ist meine letzte Medaillenchance dahin."

Das Ergebnis im Detail

1. Kjetil Jansrud (NOR) 1:18,14 Minuten
2. Andrew Weibrecht (USA) +0,30 Sek.
3. Jan Hudec (CAN) und Bode Miller (USA) je 0,53

5. Otmar Striedinger (AUT) 0,55
6. Max Franz (AUT) 0,60
7. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,62
8. Peter Fill (ITA) 0,71
9. Ondrej Bank (CZE) 0,97
10. Morgan Pridy (CAN) 1,05
Weiter:
21. Georg Streitberger (AUT) 1,63
Ausgeschieden, u.a.: Matthias Mayer (AUT)

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Kommentare

Keine Leistung....der Sportler MUSS seine Einkleidung selber bezahlen!!!

Aber Eingekleidet werden sie um 5,5 tausend €.
Genau so wie die Springer ec.

Ist ja nichts NEUES.!!!!!!!!!!!

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