Jan Ullrich darf bei Tour de France starten: Tour-Verantwortliche geben Grünes Licht!

Soudres: "Fürs Erste gibt es kein Problem mit Ullrich"

Rad-Star Jan Ullrich darf bei der am Samstag beginnenden Tour de France starten. Die Tour-Organisatoren entschieden am Dienstag, dass die Doping-Anschuldigungen gegen den 32-jährigen T-Mobile-Kapitän zu schwach seien, um ihn von dem bedeutendsten Radrennen der Welt auszuschließen.

"Fürs Erste gibt es für die Tour kein Problem mit Ullrich", sagte Tour-Sprecher Philippe Soudres. Ullrich war von der spanischen Zeitung "El Pais" mit dem spanischen Doping-Skandal in Verbindung gebracht worden war.

"El Pais" hatte berichtet, dass auch Ullrich ins Visier der spanischen Doping-Fahnder geraten sei. Im Zusammenhang mit präparierten Blutkonserven seien die Codenamen "Jan" und "Hijo Rudicio" (Rudis Sohn) aufgetaucht, die den 32-jährigen Deutschen und seinen langjährigen Betreuer Pevenage belasten. Die Zeitung berief sich auf einen Ermittlungsbericht der umfangreichen Polizei-Operation.

Im Mittelpunkt des spanischen Skandals, in dem gegen 58 Fahrer ermittelt wird, steht seit der Verhaftung von Teamchef Manolo Saiz Astana-Würth bzw. dessen Vorgänger-Team Liberty Seguros. Die Equipe um den kasachischen Mitfavoriten Alexander Winokurow ist inzwischen von der Tour de France zu einem Startverzicht aufgefordert worden, will aber vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne eine Teilnahmeerlaubnis erzwingen. Den CAS wollten auch die Tour-Organisatoren für ein Schnellverfahren anrufen.

Der Radsport-Weltverband UCI hatte dem spanischen Team in Ermangelung notwendiger Beweise den zur Startberechtigung notwendigen ProTour-Status bereits bestätigt. "Uns sind die Hände auf den Rücken gebunden", erklärte UCI-Präsident Pat McQuaid. "Ohne klare Beweise oder Fakten" könne nichts gegen verdächtige Fahrer unternommen werden. Auch in diesem Fall ist die Guardia Civil auf den Plan gerufen.

(apa/red)