James Bond lässt grüßen: ORF-Reporterin
in Chile von Geheimagenten festgenommen

Georgia Schultze wollte über Bebenopfer berichten Grund für Verhaftung: Sie sprach mit Ureinwohnern!

James Bond lässt grüßen: ORF-Reporterin
in Chile von Geheimagenten festgenommen

Szenen wie aus einem James-Bond-Film: Eigentlich wollte die ORF-Reporterin Georgia Schultze (34) in Chile über das Leben der Erdbebenopfer berichten. Doch dann wurde sie in der chilenischen Kleinstadt Temuco von Geheimagenten der "Policía de Investigaciones" (PDI) kurzzeitig festgenommen und verhört. Der Grund: Die Journalistin interviewte unter anderem mehrere Mapuche (Mapu = Mensch, Che = Land), die Ureinwohner Chiles.

Schultze war gemeinsam mit einem Team der Hilfsorganisation "World Vision" in Chile, um eine Reportage über den Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben vom 27. Februar dieses Jahres zu machen. Bei einer angemeldeten Demonstration der Ureinwohner hat die Ö1-Reporterin mit einigen Teilnehmer gesprochen. Diese fordern von der chilenischen Regierung seit Jahren die Rückgabe von Land, das ihnen nach ihrer Ansicht unrechtmäßig genommen wurde. Dass die Reporterin sich mit den Demonstranten unterhielt, gefiel den Behörden jedoch nicht.

"Vor mir haben sich drei Männer in dunklen Anzügen aufgebaut, sich als Angehörige der PDI ausgewiesen und mich zum Verhör mitgenommen", berichtet Schultze. Der Österreicherin gelang es, das Aufnahmegerät zu verstecken, sie gab sich im Verhör unwissend und wurde schließlich wieder freigelassen.

(pc)

Kommentare

Orf + Geheimagent 3 Möglichkeiten für die Verhaftung;

1. De ham sicha damals " Am Schauplatz " gesehen;

2. De kennan unsa Fernsehprogramm;

3. De wissn wia fü Gis Gebühr wir zahln;

fir jedes einzelne gibt´s in andere Länder "Häfn".

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