Jahresrückblick von

Polit-Aufsteiger des Jahres

Er "erlöste" Ende August die angeschlagene ÖVP von der glücklosen Ära Spindelegger

Reinhold Mitterlehner © Bild: NEWS/Ian Ehm

Reinhold Mitterlehner orchestrierte den schwarzen Machtwechsel Anfang September blitzartig und vor allem ohne Streit. Absolut ungewöhnlich für die ÖVP. Und er katapultierte die angeschlagene Partei in nur vier Monaten vom deplorablen dritten Platz in der Wählergunst zur derzeitigen Nummer eins - und sich zum" Mann des Jahres 2014" in der heimischen Politik:

NEWS: Wie sehen Sie 2014 persönlich?
Reinhold Mitterlehner: Relativ durchwachsen, weil alle eine Wirtschaftserholung erwartet haben, die aber nicht eingetreten ist. Daher war und ist nach wie vor Krisenbekämpfung angesagt. Dazu habe ich mit Wissenschaft und Forschung eine neue Aufgabe übernommen, die mich sehr gefordert hat. Es ist mir gelungen, die Finanzierung zu sichern. Dazu kam das neue Hochschülergesetz. Und bei den Veränderungen in der ÖVP habe ich ab dem 26. August die Dinge nicht treiben lassen, sondern sie von der ersten Sekunde an engagiert wahrgenommen. Es ist gelungen, der Partei ein neues Wir-Gefühl zu geben. Das beflügelt mich. Zudem haben wir versucht, in der Koalition die Schlagzahl, den Arbeitstakt wieder zu erhöhen, was teilweise gelang. Leider haben wir jetzt da und dort wieder Auseinandersetzungen.

NEWS: Die ÖVP ist derzeit Nummer eins in Umfragen, stieg binnen Wochen von 18 auf 26 Prozent. Wie gelang Ihnen das?
Mitterlehner: Ich denke, dass die Bürger genau spüren, wenn jemand wirklich authentisch trotz aller Probleme die Dinge nicht schönfärberisch, sondern real darstellt. Das kommt gerade in Krisenzeiten gut an. Das ist einem guten Klima förderlich und wichtig für unsere Werte wie Leistungsorientierung oder eine solide Beziehung zum Eigentum. Aber entscheidend ist die Kommunikation mit den Funktionären, den Ländern und den Bünden. Darauf achte ich.

NEWS: Also sind Sie quasi der Hirtenhund, der die Herde dauernd umkreist?
Mitterlehner: Ein etwas archaisches Bild, aber gar nicht schlecht. Kommunikation, Informationsvermittlung und Vertrauen sind die Grundelemente der Politik.

Das ganze Interview finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper Version.

Kommentare

Die Österreicher gehören zum blödesten Volk am Erdball!
Die ÖVP will, dass wir 12 Stunden ohne Zuschläge arbeiten, erst ab 70 in Pension gehen, unsere ASVG Pension kürzen (ihre eigene und die ihrer Parteigünstlinge aber behalten) und jede Woche andere Grauslichkeiten.....und jeder Reform verhindern; dafür wollen viele Österreicher die ÖVP gleich wieder wählen.

daphne5 melden

Wieviel zahlt die ÖVP für diese Werbung?

christian95 melden

Wer weiß es?
Was hat Mitterlehner als hochbezahlter Minister jemals geleistet? Bisher ist er nur als "Verwalter" und nicht als "Gestalter" bekannt. Außer viel "warme Luft" oder danach - "was alles anders gemacht hätte gehört" ist von ihm nichts bekannt. Manche wurden mit einer so butterweichen Einstellung sogar Bundespräsident.

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