Jagd auf Miami Heat eröffnet: NBA startet in neue Saison - O'Neal & Co. Titelverteidiger

Nash sieht fünf Anwärter für die Meisterschaft "Defensiv-Bollwerk": Ben Wallace verstärkt Chicago

Mit dem Auftakt der NBA-Saison 2006/07 wird in der Nacht auf Mittwoch (MEZ) auch die Jagd auf die Miami Heat eröffnet. Das Team aus Florida, das sich im Juni in einer packenden Finalserie mit 4:2 (nach 0:2-Rückstand) gegen die Dallas Mavericks den Meistertitel gesichert hat, geht erstmals in der Vereinsgeschichte als Titelverteidiger in ein Spieljahr der nordamerikanischen Basketball-Profiliga.

Dwyane Wade, Shaquille O'Neal & Co. bleibt es auch vorbehalten, die 61. NBA-Saison mit einem Heimspiel gegen die Chicago Bulls zu eröffnen. Im Rahmen dieser Begegnung erfolgt die offizielle Überreichung der begehrten Meisterringe an die regierenden Champions. Die Heat haben ihr erfolgreiches Team in allen wesentlichen Punkten zusammengehalten.

Nash sieht fünf Anwärter für Championship
Dass die Mannschaft des charismatischen Head-Coachs Pat Riley neuerlich zu den Titelanwärtern zählt, sieht auch der zweifache Liga-"MVP" Steve Nash (Phoenix Suns) so. Seine Kandidaten seien Miami, Dallas, die Detroit Pistons, San Antonio Spurs und nicht zuletzt seine eigene Mannschaft, sagte der schnelle Guard anlässlich der "NBA Europe Live Tour" gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.

Phoenix darf insbesondere darauf zählen, 2006 das Conference-Finale erreicht zu haben, obwohl mit Amare Stoudemire ein wichtiger Spieler wegen einer Knieverletzung gefehlt hatte. Für die neue Saison meldete sich der 23-jährige Center nun wieder fit, was dem "Suns-Express" zusätzliche Power verleihen sollte.

Auf die NBA-Krone ist freilich auch Nash-Freund Dirk Nowitzki scharf, dem die Final-Niederlage gegen die Heat vom Juni lange im Magen gelegen ist. "Vom Papier her zählen wir sicher wieder zu den Favoriten. Unser Ziel ist der Titel", wird "The German Wunderkind" im Fachmagazin "Basket" zitiert. Ein ganz heißer Anwärter auf die Meisterschaft sind auch die San Antonio Spurs um Tony Parker, Manu Ginobili und Tim Duncan. Der Champion der Jahre 1999, 2003 und 2005 wird von vielen Fachleuten sogar als Top-Favorit im Westen gesehen.

Ben Wallace nun in Chicago
Der spektakulärste Transfer des Sommers ging im Osten über die Bühne. Ben Wallace verließ nach sechs Jahren die Detroit Pistons und verstärkt bis 2010 als "Defensiv-Bollwerk" die Chicago Bulls. Um den Titelgewinner 2004 muss einem dennoch nicht bang sein, stehen in der "starting five" mit Chauncey Billups, Richard Hamilton und Rasheed Wallace doch nach wie vor drei "All Stars".

Über "Money Time" darf sich der einzige NBA-Spieler freuen, der Österreich-Erfahrung hat. Mike James, 1999 Meister mit St. Pölten, hat einen Vierjahres- Vertrag bei den Minnesota Timberwolves unterschrieben, der 23,5 Mio. Dollar (18,7 Mio. Euro) schwer sein soll. Zum Vergleich: Bei den Niederösterreichern hatte der Guard seinerzeit 35.000 Dollar (27.875 Euro) für eine Saison erhalten, wie deren Manager F.X. Eberl bestätigte. Die Timberwolves sind die inzwischen siebente NBA-Station des 31-Jährigen, der 2004 mit Detroit die Championship geholt und vergangene Saison im Dress der Toronto Raptors mit 20,3 Punkten und 5,8 Assists pro Spiel den endgültigen Durchbruch in der besten Basketball-Liga der Welt geschafft hat.

(apa/red)