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"Ausgeklügelte" Cyber-Attacke

Währungsfonds von Hackern angegriffen. Weltbank kappt Verbindungen

IWF - "Ausgeklügelte" Cyber-Attacke © Bild: Reuters

Der Internationale Währungsfonds kommt derzeit nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem Sex-Skandal rund um Ex-Boss Dominique Strauss-Kahn wurde der IWF nun Ziel einer „ausgeklügelten“ Cyberattacke. Nun ermittelt das FBI.

„Ein sehr bedeutender Eingriff“ war der Angriff auf das Computernetzwerk des Internationalen Währungsfonds laut eines Mitarbeiters wie die „New York Times“ berichtet. Über mehrere Monate soll sich der Angriff sogar hingezogen haben. Stellungnahme von der Finanzorganisation gibt es bislang keine dazu, aber sie sei „voll funktionsfähig“ und untersuche derzeit den Vorfall, wie berichtet wird.

Schädigende Links angeklickt?
Laut „New York Times“ waren die Angriffe jedoch „ausgeklügelt“, großangelegt und äußerst komplex. Es könnte sich um ein sogenanntes „Spear Phishing“ gehandelt haben, wobei ein Nutzer dazu verleitet wird, einen schädigenden Link oder ein Programm anzuklicken, wodurch sich Dritte dann Zugang zu Daten des fremden Rechners verschaffen konnten.

Weltbank kappt Verbindung
Aufgrund des Vorfalls soll sogar die Weltbank, die ihren Sitz in derselben Straße wie der IWF hat, ihre Verbindungen zum IWF unterbrochen haben, um sich zu schützen.

Rennen und Chef-Posten hat begonnen
Unterdessen bestätigte der israelische Zentralbankchef Stanley Fischer seine Kandidatur für den Chefposten nach dem Rücktritt von Strauss-Kahn. Als „eine einmalige, ungeplante und vielleicht einmal im Leben auftretende Chance“ bezeichnete er seine Kandidatur. Fischer tritt damit gegen Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde und Mexikos Zentralbankchef Agustin Carstens an.