Ivica Vastic von

Austria-Trainer muss gehen

Amtszeit ist nach einem halben Jahr schon wieder zu Ende. Nachfolge offen.

Ivica Vastic - Austria-Trainer muss gehen © Bild: Reuters/Niesner

Man hat es ja bereits erwartet: Die Amtszeit von Ivica Vastic als Trainer der Wunschkandidat Nummer eins ist aber der Deutsche Franco Foda. Das bestätigte der Vorstand auf einer Pressekonferenz in Wien.

Am Samstag wurde bereits ein rund zweistündiges Erstgespräch mit dem Ex-Trainer von Sturm Graz geführt. "Er ist der Wunschtrainer von unserer Seite, hat aber auch Angebote aus der deutschen Bundesliga. Er hat sich Bedenkzeit erbeten, wir werden sehen, welche Entscheidung er treffen wird", sagte Sportvorstand Thomas Parits. Und Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer ergänzte: "Er hat uns das Gefühl gegeben, dass er sich mit der Austria schon sehr intensiv beschäftigt hat und uns sehr überzeugt."

Foda gilt auch heißer Kandidat als Balakow-Nachfolger
Der 46-jährige Foda gilt aber auch als heißer Kandidat als Nachfolger von Krassimir Balakow beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern. "Er hat am Sonntag mit einem Club in Deutschland verhandelt, ich weiß noch nicht, was da herausgekommen ist", sagte Parits über Foda. Der Burgenländer wäre überzeugt, mit dem gebürtigen Mainzer den richtigen Weg zu gehen. "Ich bin überzeugt, dass eine Zusammenarbeit mit ihm funktionieren kann", betonte Parits, obwohl der Deutsche bei Sturm zuletzt lange Zeit quasi Trainer und Sportdirektor in Personalunion war.

Weitere Gespräche mit potentiellen Kandidaten
Der Tabellenvierte der abgelaufenen Saison wird die Entscheidung von Foda abwarten und dann eventuell weitere Gespräche mit potenziellen Kandidaten führen. "Wir sind nicht unter Druck, haben Zeit", erklärte Parits. Eine violette Vergangenheit ist für den neuen Austria-Trainer nicht notwendig, wichtig ist vor allem die nötige Erfahrung im Trainergeschäft. "Wir brauchen jetzt einen erfahrenen Trainer. Der Anspruch bei der Austria ist ein anderer, wie bei einem anderen Club, da braucht es Erfahrung", gab Kraetschmer Einblicke in das Anforderungsprofil. Zudem sei auch nötig, dass der neue Coach nicht nur am Platz hervorragend arbeitet, sondern auch die PR-Arbeit beherrscht.

Diesbezüglich hat Vastic sicher noch Verbesserungspotenzial. Mit dem baldigen Ex-Trainer wurde am Sonntag ein längeres Gespräch geführt. "Er hat uns dabei auch gesagt, dass er einem Neubeginn nicht im Wege stehen will. Er hat bei uns viel gelernt und ist auch dankbar dafür, die Chance bekommen zu haben", verriet Kraetschmer. "Ich bin auch überzeugt, dass der Ivo seinen Weg gehen wird." Der ehemalige Offensivspieler sei auch sicher nicht alleine schuld am Verpassen eines Europacup-Platzes gewesen, bei dem sich sein Vertrag automatisch verlängert hätte. "Fehler machen wir immer wieder, wichtig ist jetzt daraus zu lernen", meinte Kraetschmer. Und Parits fügte hinzu: "Wir hätten genug Qualität gehabt, um unsere Ziele zu erreichen, aber alle haben nicht jene Leistung gebracht, die erforderlich war."

Neuer Trainer steht vor einer großen Herausforderung
Der neue Trainer steht jedenfalls vor einer großen Herausforderung. Die "Violetten" wollen nächste Saison die "historische Chance" nutzen und einen der beiden Champions-League-Qualifikations-Startplätze ergattern. "Die klare Zielsetzung ist Platz eins oder zwei", betonte Kraetschmer. "Wir müssen den Blick nach vorne richten. Wir werden angreifen und versuchen, die Scharte auszumerzen. Was diese Saison passiert ist, soll eine einmalige Ausnahme bleiben" Die Mannschaft soll dafür verstärkt werden, auf welchen Positionen soll erst in Gesprächen mit dem neuen Trainer geklärt werden.

Auch Florian Klein und Michael Liendl nicht mehr bei Austria
Fix ist jedenfalls, dass mit Florian Klein und Michael Liendl zwei Spieler ab Sommer nicht mehr im Dress der Austria zu sehen sein werden. "Bei uns wird er nicht bleiben, er soll drei Angebote aus der deutschen Bundesliga haben", sagte Parits über Klein. Liendl lehnte einen vorgelegten Entwurf für einen Zweijahresvertrag mit Option ab. "Er will nach Deutschland gehen", wusste Parits zu berichten.

Beschlossen wurde am Montag - an dem neben dem Aufsichtsrat der AG übrigens auch der Verwaltungsrat des Gesamtvereins tagte - übrigens auch ein adaptiertes Budget aufgrund des Nicht-Erreichens des Europacups. Betroffen davon ist aber nicht der Anteil für die Kampfmannschaft, der gar um zehn Prozent erhöht wird.

Kommentare

Anza melden

und Tschüss Endlich ist er wieder Geschichte! Die Trainerqualitäten konnte ich nicht entdecken. Aber was mir aufgefallen ist, dass Herr Vastic seit vielen Jahren in Österreich lebt, viel Geld verdient hat und es bis heute nicht geschafft hat, richtig Deutsch zu lernen. Wo ist hier der Wille zur Integration? Solche Leute brauchen wir wohl nicht! Ein Kotzbrocken der Sonderklasse, selbstherrlich und überheblich!

rams_at melden

Re: und Tschüss @anza

....dem ist nichts hinzuzufügen....bleibt nur zu hoffen, daß man dieses gesicht nicht so schnell wiedersieht !!

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