Ivanschitz muss sich in Athen durchbeißen:
Einsätze bei Panathinaikos sind Mangelware

Teamchef Brückner hält ÖFB-Kapitän aber die Treue Ivanschitz will weiter an die WM-Qualifikation glauben

Ivanschitz muss sich in Athen durchbeißen:
Einsätze bei Panathinaikos sind Mangelware © Bild: APA/Manhart

Österreichs Fußball-Teamkapitän Andreas Ivanschitz sieht sich vor dem Testspiel gegen Schweden am Mittwoch (20:30 Uhr/live auf news.at) in Graz mit einer für ihn zuletzt ungewohnten Situation konfrontiert. "Keine Ahnung, wann ich zum letzten Mal in einem Match von Beginn an gespielt habe, vielleicht sogar im letzten Länderspiel im November gegen die Türkei", erklärte der Mittelfeldspieler, der bei seinem Club Panathinaikos Athen nicht zum Stammpersonal zählt.

Teamchef Karel Brückner hält dem 25-Jährigen aber die Treue, und der möchte es dem Coach mit einer starken Leistung gegen die Skandinavier danken. "Wir wollen unbedingt gewinnen. Es ist ganz wichtig, dass wir uns wieder besser präsentieren. Es beginnt ein neues Länderspieljahr, jeder ist motiviert und freut sich sehr. Wir haben mehr Qualität, als wir zuletzt gezeigt haben. Jetzt brauchen wir wieder positive Resultate", forderte Ivanschitz.

Sein Pendeln zwischen Tribüne und Ersatzbank bei Panathinaikos bezeichnete der Linksfuß als "mit Sicherheit nicht zufriedenstellend". Einen Wechsel in der Winterpause habe er aber dennoch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. "Ich wollte keinen Schnellschuss machen. Ich bin nicht in der Situation, dass ich etwas riskieren muss, und habe mir beim Verein einen hohen Status erarbeitet. Im Moment baut der Trainer eben nicht auf mich, aber ich werde bis Sommer warten und mich durchbeißen", erklärte Ivanschitz, dem sein Vereins-Trainer Henk ten Cate auf der linken Mittelfeld-Position die Rechtsfüßer Giorgos Karagounis und Cleyton vorzieht.

Ivanschitz selbstbewusst
Trotz des Reservistendaseins in Athen hält der Ex-Rapid- und Salzburg-Kicker seinen Stammplatz in der ÖFB-Auswahl für gerechtfertigt. "Ich habe habe hier meine Leistungen gebracht und bin ein wichtiger Spieler für das Nationalteam. Dass die Vereinssituation nicht optimal ist, ist klar, aber ich versuche das im Training so gut wie möglich zu kompensieren und lege Extra-Schichten ein. Doch mehr fehlt natürlich die Spielpraxis."

Die Aussichten, die WM-Quali-Gruppe unter den Top Zwei abzuschließen, bewertete Ivanschitz als "sehr schwierig, fast unmöglich. Aber wir müssen daran glauben". Ähnlich äußerte sich ÖFB-Kollege Andreas Ibertsberger. "Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und immer im Hinterkopf haben, dass es noch eine Chance gibt."

Im Gegensatz zu Ivanschitz zählt Ibertsberger zu den Aufsteigern innerhalb der ÖFB-Legionärsriege. Der Salzburger hat beim deutschen Sensations-Tabellenführer TSG 1899 Hoffenheim sein Stammleiberl sicher und wird deswegen gegen Schweden auch nur eine Hälfte lang im Einsatz sein, um Kräfte für das Bundesliga-Duell mit Leverkusen am Freitag zu sparen. "Ich hatte mit Hoffenheim ein wahnsinnig gutes Jahr. Jetzt hoffe ich, dass ich auch im Nationalteam mehr Chancen bekomme", sagte der Defensivspieler, der 2008 nur einmal - beim 2:4 gegen die Türkei - das Teamtrikot trug.
(apa/red)