Italiens Regierung bleibt unnachgiebig:
Strenge Anti-Gewalt-Maßnahmen fortgesetzt

Vorschriften führten zu Rückgang der Gewalttätigkeit AC Milan-Geschäftsführer beklagte leeres Stadion

Italiens Regierung bleibt unnachgiebig:
Strenge Anti-Gewalt-Maßnahmen fortgesetzt © Bild: Reuters

Die italienische Regierung will die strengen Anti-Gewalt-Maßnahmen nicht lockern, wie es die Präsidenten einiger Spitzenclubs fordern. Innenminister Maroni berichtete zudem, dass ab 2009 eine Fankarte eingeführt werden soll, um die Gewalt im italienischen Fußball zu bekämpfen. Damit möchte man die Tifosi enger an ihren Klub binden und zugleich die Hooligans ausgrenzen.

"Viele Clubchefs machen Druck auf die Regierung für eine Einschränkung der Anti-Gewaltregeln, doch wird werden nicht nachgeben, weil die Vorschriften funktionieren. In den letzten Monaten ist die Zahl der Krawalle stark rückgängig. Ich sehe nicht ein, warum wir weitere Unfälle für wenige Zuschauer mehr in den Stadien riskieren sollen", sagte der italienische Innenminister Maroni.

Italien nicht mehr an der Spitze
Vieles habe sich in Italien zum Positiven gewendet. "Wir müssen noch viel machen, doch Italien steht nicht mehr an der Spitze der Liste der Länder mit den gewalttätigsten Fans", so der Innenminister. Er berichtete, dass ab dem kommenden Jahr eine Fankarte eingeführt werden soll, um die Gewalt im italienischen Fußball zu bekämpfen. Damit möchte man die Tifosi enger an ihren Klub binden und zugleich die Hooligans ausgrenzen.

Der Geschäftsführer des AC Milan, Adriano Galliani, hatte vergangene Woche für das Ende des Reiseverbots für Fans bei einigen als gefährlich eingestuften Spielen plädiert. Die Stadien seien oft leer, dadurch würden schwere Verluste für die Klubs entstehen. In seinem Appell kann Galliani mit der Unterstützung des Liga-Chefs Antonio Matarrese rechnen. "Der Fußball muss zur Normalität zurückfinden. Schluss mit den Einschränkungen! Die Mannschaften wollen nicht mehr in halbleeren Stadien spielen, außerordentliche Zustände dürfen nicht normal werden", sagte Matarrese.
(apa/red)