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Italiens PD plant Anti-Populisten-Allianz für EU-Wahl

Ex-Premier Gentiloni soll Wahlbündnis führen

Italiens oppositionelle Sozialdemokraten (Partito Democratico/PD) wollen nach der schweren Niederlage bei der Parlamentswahl im März ein antipopulistisches Wahlbündnis schmieden, das bei der EU-Wahl im Mai antreten soll.

Das Bündnis soll von Ex-Premier Paolo Gentiloni angeführt werden, forderte Ex-Industrieminister Carlo Calenda in einem Interview mit der Tageszeitung "Corriere della Sera".

An der Wahlallianz sollen sich neben der PD-Partei auch Linksparteien, sowie liberale Bürgerbewegungen beteiligen. Ziel sei es, Italiens "liberale Demokratie" gegen die populistische Gefahr zu retten, sagte der 45-jährige Calenda gegenüber der Mailänder Tageszeitung (Donnerstagsausgabe).

"Das was mich ab meisten beunruhigt, ist dass Italien außer Kontrolle ist und nicht regiert wird. Wir sind dem öffentlichen Spott ausgesetzt. Ein großes Land verhält sich nicht so. Italien läuft eine tödliche Gefahr", so Calenda, der zu den prestigereichsten PD-Politikern zählt.

Im Frühjahr 2019 ist ein Parteikongress der PD geplant. Dabei soll ein neuer Parteichef gewählt werden. Die Partei wird seit Juli vom Ex-Landwirtschaftsminister Maurizio Martina (40) geführt. Er leitet die PD-Partei seit dem Rücktritt von Ex-Premier Matteo Renzi infolge der Wahlpleite der Gruppierung im März.

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