Italiener setzen lieber auf Schafe statt auf
Rasenmäher: Tiere sollen Unkraut tilgen

Firma in Triest heuerte 20 Schafe zur Rasenpflege an Gewerkschaften protestieren: Gärtner jetzt ohne Job

Italiener setzen lieber auf Schafe statt auf
Rasenmäher: Tiere sollen Unkraut tilgen © Bild: APA/DPA/Warmuth

Ein Gasunternehmen in Triest setzt 20 Schafe, vier Ziegen, ein Esel und zwei Ponys ein, um ein verlassenes Grundstück in der Provinz Triest vom Unkraut zu befreien. Ein Jahr lang sollen die Vierbeiner in Padriciano auf dem Karstgebiet unweit von Triest statt Gärtnern und Rasenmähern eingesetzt werden. "Aus ökologischen Gründen haben wir uns entschlossen, Tiere statt Maschinen einzusetzen", sagte Maurizio Stefani, Sprecher der Gasgesellschaft AcegasAps nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale".

Der Beschluss des Unternehmens löste den Protest der Gewerkschaften aus: Die Tiere würden den Gärtnern die Arbeit wegnehmen, lautet die Kritik. Das Unternehmen beharrt jedoch auf seiner Position. "Die Ziegen sind ideal, um auch die wildesten Büsche zu erreichen und aufzufressen", sagte Stefani.

Das Experiment mit den als Rasenmähern eingesetzten Tieren ist in Norditalien nicht ganz neu. Die norditalienische Provinz Treviso setzt etwa Zwergesel zur Straßensäuberung ein. In den vergangenen Jahren wurden sechs dieser Tiere erworben, um das Gras an den Straßenhängen und in den Gartenbeeten der Provinz aufzufressen. Die Provinz ersparte sich auf diese Weise den Erwerb von Traktoren und Rasenmähern. (apa/red)