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Waldbrand legt Flughafen Rom Fiumicino stundenlang lahm

Vermutlich Brandstifter am Werk. Start- und Landebahnen von dichtem Rauch umgeben.

Fiumicino Rom © Bild: REUTERS/Tony Gentile

Ein Waldbrand hat am Mittwoch den Verkehr auf Italiens größtem Flughafen Rom-Fiumicino stundenlang erheblich beeinträchtigt. Wegen der starken Rauchentwicklung auf den Rollbahnen musste der Start Dutzender Flüge gecancelt werden, teilte die italienischen Fluggesellschaft Alitalia mit. Flüge in Richtung Wien waren nicht betroffen.

Feuerwehrmannschaften und Canadair-Flugzeuge kämpften gegen den Brand, der sich in einem großen Pinienwald entwickelt hatte. Die Feuerwehr war mit mehreren Hubschraubern und Fahrzeugen im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Experten verdächtigen Brandstifter für das Feuer, das sich auf einer Fläche von mehreren Hektar erstreckte. Das Feuer entwickelte sich in einem geschützten Waldgelände von circa 16.000 Hektar, einem der größten Waldgebieten rund um die italienische Hauptstadt.

Erst im Mai hatte ein Feuer den größten Flughafen Italiens im Terminal 3 stark beschädigt. Das Terminal war glücklicherweise beim nächtlichen Ausbruch des Feuers bei einer Küche weitgehend menschenleer, nur drei Flughafen-Mitarbeiter erlitten Rauchvergiftungen. Zeitweise wurde aber der gesamte Flughafen gesperrt, ebenso wie der Autobahnzubringer und die Bahnverbindung. Seitdem gab es immer wieder starke Beeinträchtigungen bei Starts und Landungen, die Kapazität des Flughafens war über Wochen reduziert.

Alitalia erklärte am Mittwoch, der Airline sei infolge des Feuers im Mai insgesamt ein Schaden von etwa 80 Millionen Euro entstanden. Alitalias Geschäftsführer Silvano Cassano drohte, dass die italienische Fluggesellschaft auf Rom Fiumicino als Hauptquartier verzichten könnte, sollte der Airport nicht modernisiert und effizienter gestaltet werden.

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