Italien gedenkt Mafia-Jäger Falcone:
14. Jahrestag der Ermordung des Richters

Bei Sprengstoffattentat nahe Palermo getötet Spielte große Rolle bei Aufbau von Anti-Mafia-Pool

Italien gedenkt des 14. Jahrestages der Ermordung des sizilianischen Mafia-Jägers Giovanni Falcone durch Killer der Cosa Nostra. Am 23. Mai 1992 waren Falcone, seine Frau Francesca Morvillo und drei seiner Leibwächter bei einem Sprengstoffattentat auf der Autobahn bei Capaci nahe Palermo getötet worden. Erst im vergangenen April war der Mafia-Boss Bernardo Provenzano verhaftet worden, der den Anschlag auf Falcone angeordnet haben soll.

In Erinnerung an Falcone, der in Italien zu einem Symbol des Kampfes gegen die Mafia geworden ist, finden diese Woche in Palermo mehrere Gedenkfeiern statt. Falcone, der 53-jährig starb, hatte sich stets bemüht, die internationalen Verbindungen der "Cosa Nostra" aufzudecken.

Eine entscheidende Rolle spielte er beim Aufbau des sogenannten Anti-Mafia-Pools, einer Gruppe von Staatsanwälten, die Mitte der 80er-Jahre große Erfolge im Kampf gegen das organisierte Verbrechen verbuchen konnten. Sein engster Kollege, Paolo Borsellino, wurde zwei Monate nach Falcone ebenfalls durch ein Sprengstoffattentat der Mafia getötet.

(apa)