Italien - 3D-Laufsteg sorgt für Aufsehen:
"Blackbox" simuliert Schönheiten und Düfte

Virtuelle Modeshow für bis zu 10 Leuten präsentiert

Italien - 3D-Laufsteg sorgt für Aufsehen:
"Blackbox" simuliert Schönheiten und Düfte © Bild: IBM

Ein virtueller 3D-Laufsteg in Form eines großen schwarzen Kubus sorgt derzeit im Modemekka Italien für Staunen. Mit rund 24 Quadratmeter Fläche bietet die sogenannte Fashion-Box rund zehn Leuten Platz. Für die mit 3D-Brillen ausgerüsteten Besucher gibt es im Inneren eine komplette Modenschau zu bestaunen.

Für den plastischen Effekt zeichnen zwei 3D-Projektoren sowie eine Surround-Audiobeschallung verantwortlich. Um das virtuelle Geschehen noch realistischer erscheinen zu lassen, haben die Projektverantwortlichen einen Duftstoffverteiler angebracht, der für den passenden Kleidergeruch in Form von Parfum- oder Lederextrakten sorgt.

IBM federführend
Zu besuchen war die "multi-sinnliche" Fashion-Box unter anderem im Milaner Modetempel von La Rinascente, wo sie für zwei Wochen lang die Hauptfiliale schmückte. Überraschender als die Existenz eines derartigen überdimensionalen Spielzeugs ist allerdings der Hersteller selbst. So zeichnet die italienische IBM für die Integration und teilweise Entwicklung der verschiedenen Hard- und Softwareteile verantwortlich. "IBM betreut von der zentralen Zweigstelle in Italien aus mittlerweile über ein Dutzend der rund 20 führenden Modeunternehmen. Da hat sich die Verwendung der von uns entwickelten Box im Rahmen von Modeevents natürlich angeboten", erklärt IBM-Italien-Sprecherin Paola Piacentini.

Keine Serienreife trotz Multifunktion
Eine Massenproduktion des leistungsfähigen Cyberkubus, der je nach Größe zwischen 10.000 und 20.000 Euro kostet, ist derzeit nicht angedacht. IBM zufolge kann die Box aber auch gemietet werden und ist keinesfalls nur auf Modeevents beschränkt. Vielmehr sollen die virtuellen Möglichkeiten auch in der Medizin bei der Herstellung von Prothesen oder für das Entwickeln und Austesten von physiotherapeutischen Geräten genutzt werden. Neben dem Entwurf von virtuellen Prototypen soll der Kubus aber auch von Unternehmen zur Präsentation von neuen Produkten oder Dienstleistungen eingesetzt werden können. (pte/red)