"Ist wichtig, mehr Premieren zu machen":
Dominique Meyer stellt ersten Spielplan vor

"Große Freude" bei designiertem Staatsoperndirektor "Es gab viele Gerüchte. Jetzt haben Sie die Wahrheit"

"Ist wichtig, mehr Premieren zu machen":
Dominique Meyer stellt ersten Spielplan vor © Bild: APA/Jäger

Der designierte Staatsopern-Direktor Dominique Meyer brachte mit seiner ruhigen Stimme bei seiner ersten Spielplanpressekonferenz einen gesteckt vollen Saal zum Schweigen: "Ich weiß, es gab viele Gerüchte. Jetzt haben Sie die Wahrheit." In seine erste Saison geht Meyer mit einem Schwerpunkt zu Mozart, Janacek und Belcanto: In 280 Vorstellungen feiern sechs Opern-Neuproduktionen Premiere, dazu die konzertante Version von "Lucrezia Borgia". Eröffnet wird unter dem neuen Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst am 17. Oktober mit Paul Hindemiths "Cardillac" in der Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf.

"Es ist wichtig, dass wir mehr Premieren machen", betonte Meyer, dem es eine "große Freude, große Ehre" bedeutete, sein erstes Programm zu präsentieren. Möglich wird dieses Mehr durch einen neuen Kollektivvertrag des Staatsopernorchesters und eine im Herbst 2011 fertigzustellende Probebühne.

Nach "Cardillac" geht die Saison mit Händels noch nie in der Staatsoper gespielter "Alcina" (Premiere: 14. November) sowie den beiden Mozart-Opern "Don Giovanni" (11. Dezember) und "Le Nozze di Figaro" (16. Februar 2011), beide unter der Leitung von Welser-Möst und in der Regie von Jean-Louis Martinoty, weiter. Am 2. April 2011 folgt die Premiere der ebenfalls erstmals an der Staatsoper zu sehenden Donizetti-Oper "Anna Bolena" (in Starbesetzung mit Anna Netrebko und Elina Garanca), am 17. Juni Leos Janaceks "Katja Kabanova" (17. Juni 2011). "Das 20. Jahrhundert muss mit größter Selbstverständlichkeit in diesem Haus einziehen", betonte Welser-Möst.

(apa/red)