Israelisches Obst beinhart umetikettiert:
Schwedens Supermärkte fürchten Boykotte

Obst aus Israel mit anderen Herkunftsbezeichnungen Laut Verantwortlichen Fehler bei internen Abläufen

Israelisches Obst beinhart umetikettiert:
Schwedens Supermärkte fürchten Boykotte

In Schweden haben Lebensmittelgeschäfte aus Israel stammendes Obst verschiedentlich mit anderen Herkunftsbezeichnungen versehen. Die Gratis-Stadtzeitung "metro" berichtete, Supermärkte in Göteborg, Stockholm und Malmö hätten vor allem Avocados und Kaki (auch Sharonfrüchte genannt) als aus Spanien und Kenia stammend verkauft, obwohl diese laut Verpackung eindeutig aus Israel stammten. Die Verantwortlichen dementierten jegliche Absicht.

Der Geschäftsführer von Lidl Schweden, Mathias Kivikoski, berief sich laut dem Zeitungsbericht auf "interne Abläufe", die nicht funktioniert hätten. Der Qualitätsbeauftragte der schwedischen Handelskette ICA meinte hingegen, es handle sich bei der falschen Ausschilderung um einen zufälligen Irrtum. Die für die Einhaltung von Bezeichnungsvorschriften von Lebensmitteln zuständige Agrarbehörde kündigte eine Untersuchung der beobachteten Fehlbezeichnungen an.
(apa/red)