Israelischer Soldat Shalit noch am Leben: Hamas fordert Freilassung von Gefangenen

Israel weigert sich auf die Forderungen einzugehen Hamas will mit Fatah über Konfliktlösung verhandeln

Israelischer Soldat Shalit noch am Leben: Hamas fordert Freilassung von Gefangenen © Bild: Reuters/Salem

Der von der Hamas entführte israelische Soldat Gilad Shalit ist am Leben. Wie die palästinensische Hamas mitteilte, sei er am Leben und er werde gut behandelt. Israel weigert sicdh jedoch weiterhin, auf die Forderungen nach Gefangegenfreilassung ein zu gehen. Zudem erneuerte die Hamas ihr Angebot an die Fatah zu neuen Gesprächen ohne Vorbedingungen.

Der vor fast zwei Jahren entführte israelische Soldat Gilad Shalit ist nach Angaben der Hamas noch am Leben. Shalit werde "gut behandelt", sagte Hamas-Chef Khaled Mashaal in einem ausgestrahlten Interview mit dem britischen Fernsehsender Sky News. Im April hatte die Hamas Israel eine Liste mit den Namen von 450 Gefangenen zukommen lassen, deren Freilassung sie im Austausch gegen Shalit fordert. Israel hatte jedoch erklärt, die meisten Gefangenen seien in Anschläge verwickelt, bei denen Israelis getötet wurden, und könnten daher nicht freikommen.

Der Hamas-Führer im Gazastreifen, Mahmud Sahar, bekräftigte unlängst, Shalit werde nicht freigelassen, solange Israel nicht alle Bedingungen der Hamas erfülle. Der Israeli war im Juni 2006 von radikalen Palästinensern verschleppt worden.

Hamas weiterhin gesprächsbereit
Mashaal, der im Exil in Damaskus lebende politische Führer der Hamas, bot zudem Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von der Fatah Gespräche an. "Wir laden Abbas ein, in den Gazastreifen zu kommen, um direkt und ohne Vorbedingungen zu sprechen und eine Lösung für die Probleme im Gazastreifen und im Westjordanland zu finden", sagte Mashaal. Ziel müsse es sein, "zu unserer palästinensischen Einheit wiederzukehren, die Gründe für unsere Probleme zu finden und das Sicherheitsproblem zu lösen".

Die rivalisierenden Gruppen Hamas und Fatah hatten sich auf Vermittlung des Jemen am 23. März auf die ersten direkten Gespräche geeinigt, seit der Konflikt zwischen Fatah und Hamas gewaltsam eruptierte. Nur Stunden nach der Einigung stritten sich die Parteien jedoch wieder über den genauen Inhalt. Israel warnte zudem Abbas, er müsse sich zwischen Verhandlungen mit Israel und einem Bündnis mit der Hamas entscheiden.

(apa/red)