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Israel will Lautsprecher auf Moscheen verbieten

Parlamentarier gehen gegen angebliche Lärmbelästigung vor

Israelische Parlamentarier gehen gegen die angebliche Lärmbelästigung durch Moscheen vor. Sie wollen Lautsprecher auf Gebetshäusern verbieten. Über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag sollen voraussichtlich in der kommenden Woche die Abgeordneten in Jerusalem das erste Mal abstimmen.

"Hunderttausende (...) leiden andauernd und jeden Tag unter dem Lärm, der durch die Rufe der Muezzins in den Moscheen verursacht wird", heißt es in dem Entwurf. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat bereits massiven Widerstand angekündigt, sollte das Gesetz verabschiedet werden. Die Muezzins fordern die gläubigen Muslime fünf Mal am Tag zum Gebet auf, auch in der Nacht.

Ein Minister-Ausschuss hat bereits für das Gesetz gestimmt. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu unterstützt die Initiative. Ultra-orthodoxe Kräfte in der Regierung hatten kurzzeitig protestiert, weil sie selbst Nachteile für den Sabbat befürchteten. Nun soll sich die Regelung auf die Nacht beschränken.

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