Israel stoppt Stromzufuhr nach Gaza Stadt:
Rakete im Süden des Landes eingeschlagen

Treibstoffreserven der Palästinenser sufgebraucht Jüngste Gewalt bedroht geltenden Waffenstillstand

Israel stoppt Stromzufuhr nach Gaza Stadt:
Rakete im Süden des Landes eingeschlagen © Bild: APA/EPA/Saber

In Gaza ist es am Sonntag zu Stromausfällen gekommen. Die palästinensischen Behörden machten dafür die israelische Regierung verantwortlich, welche die Energielieferungen in das Kraftwerk von Gaza unterbrochen hatte. Ein israelischer Militärsprecher berichtete, die Palästinenser hätten erklärt, dass das Kraftwerk ohne Brennstoff dastehe, wenn Israel seine Lieferungen nicht wieder aufnehme.

Am Sonntagabend fiel rund ein Drittel der Stromversorgung aus. Gaza drohe bald ganz ohne Energie dazustehen, da seine Treibstoffreserven weitgehend aufgebraucht seien, hieß es. Der stellvertretende Leiter der Strombehörde, Kaalan Obeid, kündigte für Montagnachmittag eine völlige Stromsperre für die Region an.

Nach Worten des israelischen Sprechers waren die Lieferungen am vergangenen Mittwoch wegen palästinensischer Raketenangriffe eingestellt worden. Über eine Wiederaufnahme der Lieferung war am Sonntag noch nicht entschieden.

Raketeneinschlag
Am späten Sonntagabend schlug einem Bericht des israelischen Militärrundfunks zufolge eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete im Süden Israels ein. Dabei sei niemand verletzt worden.

Das Kraftwerk in der Stadt Gaza produziert rund ein Viertel des Stroms im Gazastreifen. Der Rest kommt zumeist direkt von israelischen Stromleitungen. Ägypten liefert ebenfalls eine kleine Menge.

Die jüngste Gewalt bedroht den seit Juni geltenden Waffenstillstand zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert. Normalerweise liefert Israel 120 Megawatt Strom in das Palästinensergebiet, den Rest produziert ein Kraftwerk in Gaza.

(apa/red)