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Israel gedenkt der Ermordung von sechs Millionen Juden

Kern hält sich noch bis Dienstag zu einem Besuch in Israel und Palästina auf

Israel hat am Montag der Ermordung von sechs Millionen Juden gedacht. Zwei Minuten heulten am Morgen die Sirenen im ganzen Land. Der Verkehr kam zum Stehen, Menschen legten ihre Arbeit nieder und verharrten in stillem Gedenken. Anschließend begann eine Zeremonie in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Bei der zentralen Gedenkfeier in Yad Vashem am Sonntagabend kritisierte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die internationale Gemeinschaft. "Es gibt viele Fälle, in denen die Welt untätig danebensteht und Völkermord nicht verhindert und Massenmord nicht verhindert", sagte Netanyahu. "In Kambodscha, in Ruanda, im Sudan und auch in Syrien." Er lobte den US-Beschuss eines syrischen Militärstützpunktes nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff Anfang April.

Die Nationalsozialisten hatten während des Zweiten Weltkrieges sechs Millionen Juden ermordet. Seit 1951 erinnert Israel am Holocaust-Gedenktag an die Opfer. Die Vereinten Nationen legten erst 2005 den Internationalen Holocaust-Gedenktag auf den 27. Jänner fest. An diesem Tag 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz.

"Österreich hat seine Lektion gelernt." Das versicherte Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) am Sonntag bei einem Treffen mit Holocaust-Vertriebenen in Jerusalem. Kern hält sich noch bis Dienstag zu einem Besuch in Israel und Palästina auf. Am Sonntagabend besuchte er nach Gesprächen mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin in Jerusalem und dem palästinensischen Regierungschef Rami Hamdallah in Ramallah die offizielle Gedenkfeier zum Yom Ha'Shoah, dem "Tag des Gedenkens an Holocaust und Heldentum".

Kommentare

Man muss weiterhin sehr wachsam sein:
http://religion.orf.at/stories/2838934/

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