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Israel betont Bereitschaft
zu Frieden mit Palästinensern

Nach dem Treffen von US-Präsident Trump und Palästinenserpräsident Abbas

Nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu seinen Willen zu Frieden in Nahost bekräftigt. "Das ist etwas, für das Israel immer bereit ist", sagte Netanyahu am Mittwoch. Er zeigte sich allerdings skeptisch gegenüber dem Friedensbekenntnis von Abbas.

Trump hatte Abbas am Mittwoch erstmals nach seinem Amtsantritt im Weißen Haus in Washington empfangen. Dabei forderte Trump Israelis und Palästinenser zur intensiven Zusammenarbeit für ein Friedensabkommen auf.

"Ich habe gehört, dass Präsident Abbas gestern gesagt hat, die Palästinenser lehrten ihre Kinder Frieden", sagte Netanyahu. Das sei leider nicht richtig. "Sie benennen ihre Schulen nach Massenmördern von Israelis, und sie bezahlen Terroristen." Aber er hoffe, dass es möglich sei, einen Wechsel zu erreichen und wahren Frieden anzustreben.

Israel hatte 1967 im Sechs-Tage-Krieg unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser wollen dort und im Gazastreifen einen unabhängigen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt ausrufen.

Die Osloer Friedensverträge von 1993 sahen einen Palästinenserstaat binnen weniger Jahre vor. Die bisher letzten Friedensverhandlungen scheiterten im Frühjahr 2014. Die strittigsten Punkte sind unter anderem die israelischen Siedlungen, der Grenzverlauf, der Status von Jerusalem, das Schicksal von palästinensischen Flüchtlingen und Vertriebenen sowie Sicherheit für Israel.

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