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Israel behält sich weitere Angriffe in Syrien vor

Netanyahu: "Wir schützen unser Land und wir werden das auch künftig tun"

Israel hat angekündigt, auch im Falle eines Waffenstillstands in Syrien gegen iranische Militäreinrichtungen und Hisbollah- Stellungen in dem Land militärisch vorzugehen. "Wir kontrollieren unsere Grenzen, wir schützen unser Land und wir werden das auch künftig tun", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Montag vor Mitgliedern seiner Likud-Fraktion im Parlament.

Er habe auch die USA und Russland informiert, dass Israel in Syrien entsprechend seines Verständnisses und seiner Sicherheitsbedürfnisse handeln werde.

US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin hatten am Samstag ihre gemeinsamen Bemühungen zur Stabilisierung Syriens bekräftigt. Dazu gehört auch die Verlängerung des Waffenstillstands im südwestlichen Dreiecks an den Grenzen zu Jordanien und Israel.

Israel hat sich bei Trump und Putin dafür starkgemacht, dass weder Iran noch die Hisbollah oder andere schiitische Milizen ständige Stützpunkte in Syrien erhalten dürfen. Sie sollten zudem von den Golan-Höhen ferngehalten werden.

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben rund 100 Angriffe in Syrien unternommen. Ziele seien vor allem Stellungen der Hisbollah und iranische Militärdepots gewesen. Außerdem habe es Vergeltungsschläge gegeben nach Angriffen, die von der syrischen Seite der Golan-Höhen ausgegangen seien.

Nach US-Angaben hat Russland zugesagt, auf die syrische Regierung einzuwirken, um vom Iran unterstützte Einheiten in einem bestimmten Abstand von den Golan-Höhen zu halten. Den Höhenzug hat Israel im Krieg von 1967 erobert und später annektiert. Der Höhenzug bildet einen Puffer zum israelischen Kernland.

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