Islamische Glaubensgemeinschaft geklagt: Vertritt nicht alle muslimischen Gruppen

profil: Vorwurf rechtswidriger Statuten wird nun laut Auch Kultusamt im Unterrichtsministerium übt Kritik

Islamische Glaubensgemeinschaft geklagt: Vertritt nicht alle muslimischen Gruppen © Bild: APA/Holzner

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, wurde vorige Woche gegen die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreichs (IGGÖ) eine Klage auf Aberkennung als offizielle Religionsgemeinschaft eingebracht. Der Oberösterreicher Günther Ahmed Rusznak, Generalsekretär des "Islamischen Informations- und Dokumentationszentrum" in Traun bei Linz und Moslem seit 1995, wirft ihr rechtswidrige Statuten und Ausgrenzung der Mehrheit an Moslems bei den bevorstehenden Wahlen für die Gremien der Glaubensgemeinschaft vor.

"Die Glaubensgemeinschaft vertritt nur ein Prozent der österreichischen Moslems, weil zehntausende Bosnier, Schiiten, Angehörigen der türkischen Kulturvereine ATIB und Aleviten dort nicht Mitglied sind", erklärte Rusznak.

Kritik des Kultusamtes
Erstmals hat auch das Kultusamt im Unterrichtsministerium Kritik an den neuen Statuten der Glaubensgemeinschaft geübt. Demnach seien Moslems bis zum Alter von 14 Jahren nicht mehr Mitglieder der Glaubensgemeinschaft. Doch damit sei die rechtliche Grundlage für die Bezahlung des islamischen Religionsunterrichts durch den Staat weggefallen, kritisierte das Kultusamt in einem Brief an IGGÖ-Präsident Anas Schakfeh. Dieser versprach gegenüber "profil" eine Korrektur der neuen Statuten. Bis dahin würden auch die für Juni geplanten Wahlen verschoben.

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen profil 22/2008.