Islam-Hetze geht in die nächste Runde:
Sabaditsch-Wolff hält weiter FPÖ-Vorträge

NEWS: Jetzt wehrt sich die Bevölkerung dagegen "Ich war entsetzt über das, was sie zum Islam sagt"

Islam-Hetze geht in die nächste Runde:
Sabaditsch-Wolff hält weiter FPÖ-Vorträge © Bild: NEWS

Einen kurzen Moment hätte man beinahe meinen können, Elisabeth Sabaditsch-Wolff sei das Opfer eines großen Missverständnisses. Wie NEWS berichtete, hält sie in der freiheitlichen Parteiakademie Hetz-Seminare gegen den Islam ab. Dort referiert sie, dass Muslime „wegen der Religion töten und Kinder vergewaltigen“, und setzt Muslime mit Terroristen gleich. Doch diese radikale Haltung schien in einem Interview, das sie dem Nachrichtenmagazin „profil“ vergangene Woche gab, stark abgeschwächt. „Ich fühle mich in meinem demokratischen Recht beschnitten“, klagt sie und argumentiert scheinbar geläutert: „Natürlich unterscheide ich zwischen Muslimen und Islamisten.“

Eine plötzliche Läuterung? Weit gefehlt. Ihre wahre Meinung gab Elisabeth Sabaditsch-Wolff noch vor Erscheinungstermin des Magazins im Internet preis. Dort hatte sie das komplette Interview auf rechtsextremen Blogs und Websites veröffentlicht und wurde von anderen Islam-Gegenern gerügt. Zu milde seien ihre Antworten im Interview, zu liberal ihre Ansichten. Gegen diesen Vorwurf verteidigte sie sich prompt: „Habt ihr überlegt, dass ich mich bewusst vorsichtig ausgedrückt habe? Dass ich mit dem, was ich gesagt habe, eine Strategie verfolge? Natürlich weiß ich, dass es keinen Unterschied zwischen Muslimen und Islamisten gibt.“

"Ich war entsetzt"
So offenherzig wie im Internet präsentiert sie ihr islamfeindliches Weltbild auch in den umstrittenen FPÖ-Vorträgen. Zuletzt lud die FPÖ Pinkafeld die „Expertin“ in die 5.400-Seelen-Gemeinde ein, um über den Islam zu referieren. Dazu waren explizit „interessierte Mitbürger aller Parteien und Konfessionen“ eingeladen. Diesem Ruf folgten auch ein paar muslimische Frauen. Bereits nach dem ersten Vortrag im Oktober hatten sie beim SP-Bürgermeister Kurt Maczek Bedenken über den Inhalt der Seminare geäußert. Der zweite Teil der Seminarreihe, der letzte Woche stattfand, bekräftigte ihre Sorgen. „Ich war entsetzt über das, was diese Frau über den Islam sagt“, erzählt Frau S., die aus Angst nicht ihren vollen Namen nennen möchte.

Bürgerbewegung in Pinkafeld
Frau S. plant nun, mit sieben anderen muslimischen Frauen aus Pinkafeld im Jänner selbst einen Informationsabend über den Islam zu veranstalten, in dem sie zum Alltag von Muslimen Rede und Antwort stehen. „Es gibt da anscheinend einen großen Aufklärungsbedarf. Wir sind alle Mütter und möchten mitbestimmen, in welcher Gesellschaft unsere Kinder aufwachsen.“

(Veronika Dolna)

Wie grob die FPÖ mit Fotografen umgeht, erfahren Sie im NEWS 51709

Kommentare

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Völlig unverständlich dass diese Frau weiterhin ihre hetzerischen Lügen und Diffamierungen weiterspielen darf. Seit dem Zugewinn von ein paar Prozenterln sind die Blauen völlig von der Rolle. Ein klarer Schnitt muss diesem Treiben ein Ende setzen, diese Elisabeth Sabaditsch-Wolff sollte mit Vortragsverbot und Inhaftierung sanktioniert weden und die sogenannte "Akademie" zugesperrt werden. Es kann nicht angehen, dass Österreich wieder zum Fascho-Land mutiert.

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Re: Völlig unverständlich wenn ich Ihren Kommentar lese glaube ich wir sind bereits in einer Faschistischen Diktatur, Vortragsverbot, Inhaftierung, sag mal gehts noch. Wir haben hier eine Meinungsfreiheit.

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