Isabelle Daniel über die einfache Welt des FP-Chefs und warum er keine Lösung ist.

Warum Strache die schlechteste Wahl ist

Er hat in diesem Wahlkampf wieder einmal fast seine Stimme verloren. Das kommt vom lauten Krächzen auf den heimischen Marktplätzen gegen „die da oben“, gegen Ausländer, gegen die ach so böse EU und überhaupt gegen alles, was anders, was fremd ist. Das ist die simple Welt des Heinz-Christian Strache. Aber das ist auch die einfache Antwort, warum der FP-Chef Stimmen dazugewinnen wird – und zwar reichlich viele.

Was ist leichter, als gegen alles Mögliche zu wettern? Alles Mögliche zu versprechen, vielleicht. Und das macht der blaue Zahntechniker mit den blauen Augen, die den Wörthersee gefrieren lassen könnten, bekanntlich auch.
* Dass viele Wähler nach 18 Monaten rot-schwarzer Krisen-Koalition vor Frust fast zerplatzen und sich am Establishment „rächen“ wollen, ist nachvollziehbar.
* Aber was bringt eine Stimme für die FPÖ? Nun, man drückt damit Protest aus. Möglicherweise katapultiert man damit aber auch die „Paintball spielende“ Kopie Jörg Haiders in eine Regierung.

Wer die FPÖ in einer Regierung sehen will, soll sie wählen. Wer aber nur an Vendetta denkt, sollte es sich gut überlegen. Kann Herr Strache wirklich etwas gegen die Probleme in diesem Land ausrichten? Kann er mit seinen Verhetzungen tatsächlich für „bessere Integration“, für mehr Arbeitsplätze, eine geringere Teuerung und dafür sorgen, dass es dem Einzelnen besser geht? Nein, das kann er nicht. Wer sich ernsthaft mit den blauen Programmen beschäftigt, weiß, dass Strache keine Lösungen anbietet, dass seine Wirtschaftsprogramme den Staatshaushalt an den Rande des Ruins treiben und dass er das Land nur spalten würde. Eine Stimme für Strache ist eine Stimme für Unvernunft und Verhetzung. Das geschehe „denen da oben, den Roten und Schwarzen, ganz recht“, hört man dieser Tage sehr oft. Mag sein, aber bestraft werden am Ende die Österreicher, die dann von Strache regiert würden.