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IS: Irakische Armee
erobert Orte zurück

Gebiete nahe der Grenze zum Iran angegriffen

Kurdische Kämpfer gehen im Irak gegen die IS-Terrormiliz vor. © Bild: REUTERS/Stringer

Die irakischen Streitkräfte haben mit Unterstützung der kurdischen Peschmerga am Sonntag Gebiete an der Grenze zum Iran von der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Nach Angaben der irakischen Armee griffen Armee, Polizei und kurdische Kämpfer die Ortschaften Jalaula und Saadiya von mehreren Seiten an.

Die irakischen Streitkräfte werden neben den Kurden auch von schiitischen Milizen im Kampf gegen den IS unterstützt. Ein Kommandant der kurdischen Kämpfer sagte, bei der Offensive seien mindestens 20 Peschmerga getötet und 40 weitere Kämpfer verletzt worden. Gründe dafür waren demnach Kämpfe mit dem IS sowie Sprengsätze, die die Jihadisten beim Verlassen der Gebiete auf Straßen und in Gebäuden deponiert hatten. Von den beteiligten Seiten gab es aber zunächst unterschiedliche Angaben dazu, ob Jalaula und Saadiya komplett oder nur teilweise eingenommen wurden.

Die Ortschaften liegen im Osten des Irak unweit der Grenze zum Iran. Der IS kontrolliert indes weiterhin weite Gebiete des Landes sowie des Nachbarstaates Syrien. Die Offensive der Jihadisten hatte Anfang Juni begonnen.

Jihadisten bei Kobane weiter zurückgedrängt

Kurdische Einheiten haben unterdessen die IS-Terrormiliz in der belagerten nordsyrischen Stadt Kobane weiter zurückgedrängt. Die Kurden hätten im Norden und im Zentrum Kobanes Geländegewinne erzielt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit.

Bei den heftigen Kämpfen kamen demnach mindestens 18 IS-Extremisten ums Leben. Auch mehrere Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheiten seien getötet worden.

Nach Angaben der Menschenrechtler flog die Luftwaffe der USA und ihrer arabischen Verbündeten im Osten von Kobane zudem mindestens fünf Angriffe gegen die Extremisten. Auch dabei hätten IS-Kämpfer ihr Leben verloren. Die Terrormiliz belagert die Stadt an der Grenze zur Türkei seit mehreren Wochen. Unterstützt von Luftangriffen war es den Verteidigern Kobanes zuletzt jedoch gelungen, den IS zurückzudrängen.

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