'Iraner für Wechsel': 30.000 Auslandsiraner protestieren in Paris gegen Mullah-Regime

Opposition gegen Atomwaffen in Händen der Mullah "Das hat die Welt an Rand eines Krieges gebracht"

30.000 Auslandsiraner haben bei einer Protestkundgebung in Le Bourget bei Paris ihre Unterstützung für einen demokratischen Wandel ihres Landes zum Ausdruck gebracht. Die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), Maryam Rajavi, sprach sich gegen Atomwaffen in den Händen der Mullahs und gegen eine militärische Intervention im Iran aus.

An der Kundgebung nahmen in Frankreich lebende Iraner ebenso wie Vertreter von iranischen Gemeinden aus mehreren europäischen und nordamerikanischen Ländern teil. Rajavi, Vorsitzende des politischen Arms der im Westen als Terrororganisation eingestuften Volksmujaheddin, erklärte: "Westliche Führer dachten, wenn sie den Mullahs Konzessionen anbieten, Menschenrechte und den gerechten Widerstand des iranischen Volkes opfern, könnten sie westliche Interessen wahren." Schon kurze Zeit später sei deutlich geworden, dass diese Politik zum Aufstieg von Präsident Mahmoud Ahmadinejad und dem Plan geführt habe, Atomwaffen zu produzieren. "Das hat die Welt an den Rand eines Krieges gebracht."

Rajavi rief den Westen auf, die Organisation der iranischen Volksmujaheddin von der Terrorliste zu streichen und "das Recht des iranischen Volkes anerkennen, sich einer Diktatur zu widersetzen." In einem Beitrag für die französische Zeitung "Le Figaro" schrieb Rajavi, seit dem Amtsantritt Ahmadinejads habe es im Iran etwa 4.000 Aufstände, Demonstrationen und Kundgebungen gegeben. Auf den Protest von Studenten, Taxifahrern und Basar-Händlern in allen Landesteilen reagiere das Regime mit unbarmherziger Härte und Brutalität. "Diese Bewegungen senden eine einzige Botschaft", so Rajavi: "Die Iraner wollen den Wechsel und sind bereit, dafür den Preis zu zahlen."

Nach Berichten von "Spiegel Online" war das Treffen der iranischen Exil-Opposition gleichermaßen Volksfest, Familientreffen und politische Kundgebung. Die Veranstaltung der Opposition habe gezeigt, dass sich die ehemaligen Guerillas um die "Volksmujaheddin" von der radikalen Randgruppe zur Vertretung im politischen Mainstream entwickelt haben: Für Menschenrechte, gegen Todesstrafe, gegen sexuelle Unterdrückung, für die Gleichstellung von Mann und Frau. "Im Iran von morgen", so Rajavi, "wird es keine religiösen Sonderrechte geben." (apa)