Iran von

Khamenei bremst Erwartungen

Oberster Geistlicher Führer warnt in TV-Rede vor "bösen Absichten" der USA

Ayatollah Ali Khamenei © Bild: APA/EPA/Official Supreme Leader Website

In einer vom Fernsehen übertragenen Rede hat der Oberste Geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, vor zu großen Hoffnungen auf einen abschließenden Vertrag zur Beilegung des Atomstreits gewarnt. Die Vereinbarungen von Lausanne dürften nicht überschätzt werden, sagte Khamenei am Donnerstag.

Er warnte, dass der Teufel im Detail stecke. Diese Details könnten von den anderen Staaten genutzt werden, um dem Iran Fesseln anzulegen. Aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen sei er nicht optimistisch, was Verhandlungen mit den USA betreffe. Ein US-Dokument zu den Gesprächen von Lausanne belege die bösen Absichten der USA.

Entscheidend sei, dass die Würde des Iran gewahrt bleibe, betonte Khamenei. Es sei daher besser, keine Vereinbarung abzuschließen als eine schlechte. Khamenei formulierte zugleich die Bedingungen für seine Zustimmung zu einem Abkommen: Die Errungenschaften des Iran in der Atomtechnik müssten erhalten bleiben. Zugleich lehnte er eine stufenweise Aufhebung der Sanktionen ab. Sie müssten am Tag der Unterzeichnung beendet werden.

Zuvor hatte Khamenei auf seiner Homepage eine Erklärung veröffentlicht, wonach die Rahmenvereinbarung im Atomstreit noch keine Garantie für ein endgültiges Abkommen sei.

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