Irak: Zehn Tote bei Autobombenanschlag:
Anschlag auch im Norden: 9 tote Soldaten

Anschlag gegen Tagelöhner, die auf Arbeit warteten Weiterer Angriff auf Truppe die Öl-Anlage bewachte

Bei einem Autobombenanschlag im Osten der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Etwa 25 Personen wurden verletzt. Bei einem weiteren Anschlag im Nordirak wurden mindestens neun Soldaten getötet und rund weitere zehn Personen verletzt.

Der Anschlag hat sich laut Behördenangaben in der Nähe einer Moschee im schiitischen Viertel Kamaliyah ereignet. Offenbar war die Autobombe gegen schiitische Tagelöhner gerichtet, die in der Früh auf Arbeitsangebote warten.

Weiterer Anschlag im Nordirak
Weiters sind mindestens neun irakische Soldaten bei einem Autobombenanschlag im Nordirak getötet worden. Rund zehn weitere Personen wurden dabei verletzt. Der Angriff im Ort Riyadh galt dem Stützpunkt einer Militäreinheit, die Öl-Anlagen und -Infrastruktur bewacht, teilte ein Angehöriger dieser Einheit mit.

Selbstmordattentat mit Bomben-Lastwagen
Nach Polizeiangaben handelte es sich um ein Selbstmordattentat. Der Angreifer habe sein Fahrzeug in den Armeestützpunkt gesteuert, hieß es. Riyadh liegt rund 60 Kilometer südlich von Kirkuk an einer Pipeline. Araber, Kurden und Turkmenen rivalisieren in Kirkuk. In der Gegend gibt es große noch nicht erschlossene Erdölvorkommen. Der Angehörige der Strategischen Infrastruktur-Brigade, die dem Verteidigungsministerium unterstellt ist, sprach von zwei Bomben-Lastwagen.

Fast täglich Anschläge
In dem Golfstaat sterben fast täglich Dutzende Menschen bei Anschlägen und Übergriffen Aufständischer. Erst vor kurzem kamen bei einem Anschlag gegen schiitische Tagelöhner in Bagdad 70 Menschen ums Leben, 200 weitere wurden verletzt.

(apa/red)