Irak verdarb Südafrika Party: Nullnummer beim Auftakt des Confederations Cups

0:0-Unentschieden vor 48.827 Fans in Johannesburg Müder Kick läutet WM-Generalprobe für 2010 ein

Irak verdarb Südafrika Party: Nullnummer beim Auftakt des Confederations Cups

Asien-Meister Irak hat den Südafrikanern die Partystimmung zum Auftakt des Confederations Cups verdorben. Das Team von Trainer-Weltenbummler Bora Milutinovic trotzte dem WM-Gastgeber von 2010 im Eröffnungsspiel ein 0:0 ab und versetzte den Hoffnungen der "Bafana Bafana" auf den Einzug ins Halbfinale einen argen Dämpfer.

Auf ein Fußball-Fest warteten im Ellis Park-Stadion von Johannesburg vergebens. Stattdessen bekamen sie im ersten Turnierspiel einen faden Kick ohne große Höhepunkte zu sehen. In der zweiten Begegnung der Gruppe A stehen einander am Abend in Rustenburg Europameister Spanien und Ozeanien-Champion Neuseeland gegenüber.

Die 48.827 Zuschauer in der fast voll besetzten Arena sorgten mit ihren Vuvuzelas genannten Tröten für einen ohrenbetäubenden Lärm, diese ausgelassene Stimmung übertrug sich allerdings nicht auf den Rasen. Denn nach einem farbenfrohen afrikanischen Reigen bei der Eröffnungsfeier ließen die beiden Mannschaften zum Turnierstart jeglichen Spielwitz und Kreativität vermissen.

Nervöse Hausherren
Die Gastgeber konnten ihre Nervosität vor der großen Kulisse nicht abstreifen und leistete sich zu viele Fehler im Aufbau. Das von Milutinovic defensiv eingestellte Team des Außenseiters wirkte sogar gefälliger in der Spielanlage. Das Tor von Itumeleng Khune konnte aber auch der Asien-Meister von 2007 nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Dabei präsentierte sich die Abwehr der Südafrikaner um den hölzern wirkenden 2,00-Meter-Mann Matthew Booth längst nicht sattelfest.

Ein Schuss von MacBeth Sibaya, den der irakische Schlussmann Mohammed Kassid mit den Fingerspitzen zur Ecke lenkte (14.), war die ganze Offensiv-Ausbeute einer enttäuschenden ersten Hälfte. Im zweiten Durchgang zog das Team von Joel Santana zwar das Tempo an, doch spätestens an der Strafraumgrenze waren die Südafrikaner stets mit ihrem Latein am Ende. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung vergab Katlego Mashego (79.) die Riesenchance, seine Mannschaft doch noch zum Sieg zu schießen.

(apa/red)