Inzest-Fall von

U-Haft aufgehoben

Töchter entlasten ihren Vater Gottfried W.: Es hat nie sexuelle Übergriffe gegeben

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    Sankt Peter am Hart: Hier haben Gottfried W. und seine beiden Töchter gelebt.

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    In diesem Haus soll der Verdächtige Erika und Christine W. jahrelang missbraucht und gefangen gehalten haben.

Der mutmaßliche Inzest-Vater Gottfried W. ist am Freitag aus der U-Haft entlassen worden. In einer Einvernahme gaben seine beiden Töchter Christine (53) Erika W. (45) an, es habe keine sexuellen Übergriffe seitens des Beschuldigten gegeben, berichtete die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis. Ein anderer Mann soll sie sexuell missbraucht haben.

Der Haftgrund der Verdunkelungsgefahr sei damit weggefallen, berichtete die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis. D

"Ich war es nicht", sagt Gottfried W. auch im Gespräch mit seinem Anwalt Josef Wimmer. Seit 25. August ist der Verdächtige in U-Haft gesessen. Der Anwalt des Beschuldigten bezeichnete die Enthaftung seines Mandanten als ersten Schritt in die richtige Richtung. Es habe sich bewahrheitet, was der 80-Jährige von Anfang an gesagt habe, nämlich, dass Dritte die beiden Frauen aufgehetzt hätten. Er wolle nun auf die Aussage des psychiatrischen Gutachtens warten und "dann weiterschauen".

Ein anderer Täter?
Die beiden geistig eingeschränkten Opfer hätten die sexuellen Übergriffe vor der Polizei angegeben, stellte die Leitende Staatsanwältin Ernestine Heger fest. Doch habe sich in den späteren Befragungen herausgestellt, dass es fraglich sei, ob sie die entsprechenden Begriffe überhaupt verstanden haben. Sie hätten einschlägige Tathandlungen beschrieben, die jedoch ein anderer Mann an ihnen verübt habe. Dass ihr Vater das gleiche mit ihnen gemacht habe, hätten sie dezitiert in Abrede gestellt.

Das bestätigte auch der Anwalt des 80-Jährigen. "Vergewaltigung heißt für sie, wenn jemand einen ans Bett fesselt oder aus dem Bett stößt", erklärte der Anwalt. Sex bedeute für die beiden Töchter, von denen eine eine leichte, die andere eine mittelgradige Intelligenzminderung habe, wenn jemand nackt herumlaufe. "Sie sagen: Das hat der Papa mit uns nicht gemacht." Allerdings habe ein Fremder das getan.

Bezüglich der dem Verdächtigen ebenfalls angelasteten Körperverletzungen und gefährlichen Drohung bestünde keine Tatbegehungsgefahr mehr, da die Delikte schon längere Zeit zurücklägen. "Der Papa hat uns schon geschlagen, aber nicht mehr seit die Mutter tot ist", hätten die Töchter laut Anwalt gesagt.

Kommentare

derpradler

Wieder so ein Fall in dem die Polizei mit dem Bauch ermittelt hat.........das sollte doch endlich zu Denken geben!?

Wegschauen hilft immer egal welches AMT für diese Familie zuständig war.
Wegschauen, nicht zu hören das ist das Problem unserer Zeit.
Sollte es an diesen beiden Damen übergriffe gegeben haben, egal in welcher Form, dann ist dies zu ahnden. Da kann es keine "VERJÄHRUNG" geben. Ein Mensch der bestimmte Worte gar nicht versteht und zuordnen kann dem gebührt ein Schutz wie in der "Prügel"geschichte seitens der Kirche oder andern Institutionen. Einerseits werden Internatsschüler mit Geldern aus öffentlicher Hand abgegolten aber - da - ists eh egal???? Versteh ich net

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