Interview von

Rudi will streiten
– mit Reinhold Mitterlehner

Der Vizekanzler stellte sich im Streitgespräch den Fragen von Rudi Fußi

Interview - Rudi will streiten
– mit Reinhold Mitterlehner © Bild: Heinz Tesarek News

Schluss mit den Interviewfloskeln: Rudi Fußi traf im November 2016 auf Vizekanzler Reinhold Mitterlehner – und erlebte einen ÖVP-Chef, der im Streitgespräch plötzlich Klartext spricht.

Reinhold Mitterlehner fällt es jobbedingt manchmal schwer, klare Aussagen zu treffen. Oft muss der Vizekanzler den rhetorisch ausgetretenen Mittelweg gehen: Natürlich schätzt er Sebastian Kurz, selbstverständlich ist er aber selbst der beste Mann für den Job des ÖVP-Chefs. Natürlich will er gerne mehr bewegen, doch die politische Energie wird schon zwischen den Bünden der eigenen Partei in Reibungsenergie umgewandelt, bevor sie spätestens im Ringen mit der SPÖ endgültig verpufft.

„Ich werde es künftig nicht mehr allen recht machen“, sagt Mitterlehner deshalb im hitzigen Streitgespräch mit Rudi Fußi – und zeigt eine Seite, die er sonst mittlerweile kaum zum Vorschein kommen lässt: das kantige Profil eines Mannes, der noch nicht fertig ist mit der Politik, der noch immer kämpfen will. Klare Aussagen inklusive – von der Homo-Ehe bis hin zum beinahe offenen Bekenntnis, wen er denn tatsächlich am 4. Dezember wählen wird.

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    Folge 1 - mit Alexander Van der Bellen

    Schluss mit den Interviewfloskeln: Rudi Fußi trifft auf heimische Politiker und sucht das Streitgespräch.

  • Bild 2 von 4

    Folge 2 - mit Christian Kern

Rudi Fußi

... ist PR-Berater, Unternehmer und war schon Aktivist verschiedener Parteien – so engagierte er sich unter anderem bei der jungen ÖVP, sorgte als Vorsitzender der liberalen Partei „Die Demokraten“ 2002 mit dem Volksbegehren gegen die Abfangjäger für Aufsehen und war Mitglied der SPÖ unter Alfred Gusenbauer. Von Herbst 2012 bis Anfang 2013 beriet seine PR-Agentur das Team Stronach.

Kommentare

Markus Heidegger

Panzerfaustrudi, ein vollkommen überschätzter Maulheld ohne jegliches Talent für irgendwas.

Gossenjargon kann er aber. Punkt aus.

higgs70

Tja,Mitterlehner zeigt noch einen staatstragenden Reflex und sieht einsam dem blauen Zug nach auf den die Opportunisten Kurz, Lopatka und Sobotka aufgesprungen sind. Eine kleine Gestalt, verloren in der Landschaft, einer der das eigene Grundsatzprogramm noch verinnerlicht hat, der Kopf wird wohl rollen, aber meinen Respekt, auch über Anschauungsgrenzen hinweg.

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