'Interne' Zahlen versprechen 7-9 %: BZÖ sieht sich selbst im Kampf um dritten Platz

'Überzeugt, dass wir große Überraschung sein werden' 'Wiedervereinigung' mit FPÖ für Obmann 'vorstellbar'

Trotz der zuletzt veröffentlichten schlechten Umfragewerte im Hinblick auf die Nationalratswahl sieht sich das BZÖ im Aufwind und geht fix von einem Einzug ins Parlament aus. "Wir steigen ab sofort in den Kampf um Platz drei ein", ließ Obmann Peter Westenthaler bei einer Pressekonferenz in Innsbruck aufhorchen. Nach den dem BZÖ "intern" vorliegenden Zahlen lägen sowohl das orange Bündnis als auch Grüne und FPÖ zwischen sieben und neun Prozent.

"Wir hatten eine atemberaubende Aufholjagd in den letzten zehn Tagen und konnten in der Meinung der Bevölkerung enorm zulegen", sprach der BZÖ-Chef eine "neue Repräsentativumfrage" unter 1.000 Personen an. Das Institut, das die Erhebung durchgeführt habe, und nähere Details zu der Befragung wollte Westenthaler nicht nennen. Nur so viel: Die Grünen würden demnach komplett abstürzen und sich im einstelligen Bereich befinden, die FPÖ stagniere.

"Ich bin überzeugt, dass wir die große Überraschung sein werden", meinte der Bündnis-Obmann und rief alle Kräfte im BZÖ zur "Generalmobilisierung" auf, das Wahlziel von sieben Prozent plus zu erreichen: "Wir sind derzeit so stark wie nie zuvor positioniert als neue bürgerliche Kraft rechts der Mitte, die einen Linksruck verhindern will." Kein Zweifel bestand für Westenthaler daran, dass die Orangen nach dem ersten Oktober wieder im Nationalrat sitzen werden. Es gehe jetzt nur darum, so stark zu werden, um einen Linksruck zu verhindern. Sollte es das BZÖ dennoch nicht ins Parlament schaffen, werde er sich nach dem 2. Oktober - und nicht jetzt - Gedanken über seine Zukunft machen, wie er auf die entsprechende Frage erklärte.

Der Bündnis-Obmann brachte einmal mehr das BZÖ als Regierungspartner ins Spiel. Eine Koalition mit der ÖVP sei "vorstellbar": "Ich glaube, wir haben sechs Jahre gut zusammengearbeitet." Bis auf das Innenministerium - "Wir können es besser" und "es war ein Fehler, das Ressort im Jahr 2000 nicht anzustreben" - wollte er keine Wunschressorts nennen.

Ebenfalls "absolut vorstellbar" war für Westenthaler eine Wiedervereinigung mit der FPÖ, da es sich um "zwei Parteien aus derselben Familie" handle. "Wenn wir vor der FPÖ liegen, werde ich als erstes die Hand reichen und eine Brücke bauen", allerdings seien damit nicht Strache, Stadler und Mölzer gemeint, wie er zu verstehen gab.
(apa/red)