Haftbefehl von

Österreicher in Italien festgenommen

Inhaftierter soll 1995 an einem Anschlag in der Türkei beteiligt gewesen sein

Symbolbild Handschellen © Bild: Thinkstock

Ein Österreicher türkischer Herkunft ist am Montag von der italienischen Polizei in Mestre aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden. Die Türkei beschuldigt den in Österreich lebenden Arzt an einem Terroranschlag der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) auf eine Bankfiliale in Ankara 1995 beteiligt gewesen zu sein.

Konkret werfen die türkischen Behörden dem Österreicher vor, Attentäter für den Anschlag rekrutiert zu haben. Die Polizei in Venedig bestätigte die Festnahme des Arztes am Montag gegenüber der APA. Er sei erst seit "kurzer Zeit" im Schengeninformationssystem zur Fahndung ausgeschrieben gewesen, hieß es.

Festnahme im Osterurlaub

Der Österreicher hatte die Osterferien gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern in Mestre verbracht, wo er am Montag kurz vor seiner Rückreise nach Österreich von der Polizei festgenommen wurde. Er sei sehr überrascht gewesen, hieß es vonseiten der Polizei. Der er Arzt wurde in ein Venediger Gefängnis gebracht, er soll an die Türkei ausgeliefert werden.

Die DHKP-C war zuletzt wieder vermehrt im medialen Rampenlicht gestanden: Am Dienstag hatte die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte Gruppe den Istanbuler Staatsanwalt Mehmet Selim Kiraz in ihre Gewalt gebracht. Nach rund achtstündigen Verhandlungen zwischen Tätern und Behörden stürmte die Polizei das Büro und erschoss die beiden Geiselnehmer. Kiraz wurde schwer verletzt und starb wenig später im Krankenhaus.

Nach Angaben des italienischen Innenministers Angelino Alfano glückte die Festnahme des Österreichers dank der besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen am Osterwochenende: "Alle Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um mögliche Gefahren zu lokalisieren".

Kommentare

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Unglaublich was hier alles eingebürgert wird. Eine Zumutung!

11223344 melden

aber laut einer menge möchtegern gutmenschen sind es immer noch zu wenige. aber nur solange bis es sie selbst betrifft. dann sind wieder alle anderen schuld ..........................

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